FPÖ-Jannach: Finanzierung der Bienenstudie "Melissa" durch die Chemiekonzerne Bayer, Syngenta und BASF

Durch die Mitfinanzierung der Firmen, die Neonicotin-Produkte vertreiben, tritt ein eklatanter Interessenskonflikt auf

Wien (OTS) - "Es ist blanker Hohn, wenn die AGES als unabhängige Behörde sich von Pflanzenschutzmittelfirmen wie Syngenta, Bayer oder BASF sponsern lässt", sieht der freiheitliche Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach einen klaren Interessenskonflikt. "Gerade das Bienenprojekt "Melissa", das mögliche negative Auswirkungen von Pflanzenschutzmitteln auf Bienen untersuchen sollte, gerät dadurch stark in Zweifel", so Jannach. Dadurch ist offensichtlich die Unabhängigkeit der AGES in diesem Bereich kaum glaubwürdig gewährleistet. Die FPÖ fordert absolute Unabhängigkeit bei sämtlichen Studien und Arbeiten der AGES im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut. "Auf das Geld der Agro- und Chemiekonzerne sollte die AGES ihres guten Rufes wegen verzichten", so Jannach. "Es ist unverständlich, warum sich eigeninteressensgesteuerte Konzerne überhaupt an Studien, (angeblich) unabhängiger Institutionen wie der AGES, beteiligen können", wundert sich der freiheitliche Agrarsprecher.

Jannach fordert mit einer parlamentarischen Anfrage an Minister Berlakovich und an Gesundheitsminister Stöger, die beide für die AGES zuständig sind, Aufklärung über die "Sponsortätigkeit" besagter Chemiekonzerne bei der AGES. "Wir wollen wissen, in welchem Ausmaß die AGES von diesen Chemiekonzernen finanziert wird", so Jannach. Aufklärung sei aber nicht nur bei dem Bienenprojekt notwendig sondern bei "allen mit Pflanzenschutz und Saatgut befassten Arbeiten der AGES".

"In der "Melissa"-Studie tritt durch die Mitfinanzierung der Firmen, die diese Neonicotin-Produkte vertreiben, ein eklatanter Interessenskonflikt auf", so Jannach, der befürchtet, dass hier leider der Spruch "Wessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing" zur Geltung gekommen sein könnte. "Geklärt werden muss auch die Rechtsgrundlage, die die AGES überhaupt berechtigt, Sponsorgelder von Firmen, deren Produkte wie Saatgut oder Pflanzenschutzmittel von der AGES untersucht, bewertet und zugelassen werden", so Jannach abschließend.

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