"Peer Education Projekt": Ein dickes Plus in Zivilcourage

14 Jungen und Mädchen der Schulen des BFI mit AK-Unterstützung zu Mediatoren gegen Rassismus und Gewalt ausgebildet

Wien (OTS) - Sie greifen ein, wenn jemand beleidigt, diskriminiert oder gemobbt wird. Denn sie haben gelernt, wie man das richtig macht:
14 Jungen und Mädchen von den Kaufmännischen Schulen des BFI haben sich beim "Peer Education Projekt" zu Media-toren ausbilden lassen. Die AK und die GPA-djp unterstützen das Projekt. "Wer etwas gegen Ungleichbehandlung und Diskriminierung tun will, muss wissen, wie man richtig reagiert. Das haben die Schüler und Schülerinnen in diesem Projekt gelernt und sie werden es weitertragen. Das ist ein Modell, das Schule machen sollte, in möglichst vielen Schulen des Landes", sagt Zohreh Ali Pahlavani AK Ex-pertin für Integration, bei der Übergabe der Abschluss-Urkunden. "Und eines nehmen alle mit, die den Kurs absolviert haben", sagt AK Expertin Ali Pahlavani: "Ein dickes Plus in sozialer Kompetenz und Zivilcourage".

Drei Tage lang waren die Schüler und Schülerinnen zunächst von TrainerInnen der Anti-Rassismus-Organisation ZARA ausgebildet worden. Sie haben gelernt, wie man bei Konflikten und bei Gewalttätigkeiten eingreift, ohne sich selbst zu gefährden. Und sie wissen jetzt, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, sich gegen Rassismus zu wehren, vom klärenden Gespräch bis zur Klage gegen Diskriminierungen in der Arbeitswelt. Gelernt haben sie auch, wie sie ihre Mitschüler und Mitschülerinnen für das Thema sensibili-sieren können. Jeder der 14 AbsolventInnen hat drei Workshops mit seinen MitschülerInnen zum Thema selbständig abgehalten. Die erwachsenen TrainerInnen waren im Hintergrund assistierend dabei.

"Mir selbst hat noch nie jemand etwas getan. Aber meiner Freundin musste sich schon schlimme Sprüche anhören wegen ihrer Herkunft. Schon damals habe ich eingegriffen und klargemacht, was ich von so was halte". Sagt die aus Tschetschenien stammende Schülerin Chadischat Suleimanova. Für die 17-Jährige war schnell klar, dass sie den Kurs machen wollte. Dass die Ausbildung viel auf Rollenspiele und wenig auf trockene Vorträge setzt, hat ihr gut gefallen. "Ich habe auch für mein Privatleben viel mitgenom-men", meint Sasa Zarkic. Er hatte den Kurs schon vor einem Jahr absolviert. Der Kurs hilft ihm jetzt noch weiter: So konnte er einen Streit zwischen zwei Männern an einem U-Bahnhof schlichten. Und weil Sasa Zarkic weiterkommen will, hat er sich die Urkunde vom Kurs gut aufgehoben. Sie liegt jetzt bei jedem Bewerbungsschreiben, das er los-schickt.

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