FPÖ-Mölzer: EU darf nicht von der Türkei in den syrischen Bürgerkrieg hingezogen werden

Beitrittsverhandlungen mit Ankara sind unverzüglich abzubrechen - Brüssel hat sich verstärkt um Schutz der syrischen Christen kümmern

Wien (OTS) - Der verheerende Bombenanschlag in einer türkischen Grenzstadt zu Syrien sei ein Beleg, dass Ankara immer weiter in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen zu werden drohe, sagte heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer. "Die Türkei spricht zu Recht davon, dass eine rote Linie überschritten wurde und dass sie sich Maßnahmen jeder Art vorbehält. Aber von einer Eskalation des Konflikts wäre unmittelbar auch die EU betroffen", warnte Mölzer.

Schließlich sei, so das freiheitliche Mitglied des außenpolitischen Ausschusses des EU-Parlaments, die Türkei ein beitrittswerbender Staat. "Damit droht die Europäische Union selbst zu einer kriegsführenden Partei im syrischen Bürgerkrieg sowie zu einem Frontstaat im Nahostkonflikt zu werden. Das kann aber mit Sicherheit nicht im Interesse Europas zu sein, weshalb die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei unverzüglich abzubrechen sind", forderte Mölzer.

Zum syrischen Bürgerkrieg selbst erklärte der freiheitliche Europaabgeordnete, die EU müsse sich verstärkt um den Schutz der Christen kümmern. "Es darf sich nicht das Beispiel im benachbarten Irak wiederholen, wo es nach dem Sturz der Saddam-Diktatur zu einem Exodus der Christen gekommen ist. Deshalb brauchen die syrischen Christen mit der Europäischen Union einen starken Fürsprecher", schloss Mölzer.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004