Greenpeace vor SPÖ-Enquete: "Bienenkiller-Verbot statt Bienentod"

Nationales, vollständiges Verbot von Bienenkiller-Pestiziden muss folgen

Wien (OTS) - Anlässlich der heute stattfindenden SPÖ-Parlamentsenquete "Bienen schützen, Pestizide verbieten" haben Greenpeace Aktivistinnen und -Aktivisten vor dem Parlament zwei symbolische Eingänge errichtet und so die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor die Entscheidung gestellt: "Bienentod" oder "Bienenkiller-Verbot".

"Die Bienen dürfen nicht einem billigen Koalitionsfrieden geopfert werden. Alle Abgeordneten, also auch jene der SPÖ, müssen sich jetzt klar zwischen 'Bienentod' und 'Bienenkiller-Verboten' entscheiden. Der Bienengipfel von Bundesminister Berlakovich war ein PR-Gag, denn die EU-Kommission wird die teilweisen und befristeten Verbote von drei Neonicotinoiden angesichts der erdrückenden wissenschaftlichen Belege für ihre Bienengefährlichkeit ohnehin erlassen. Die geplanten europaweiten Teilverbote sind zwar ein wichtiger, aber nur ein erster Schritt für die Bienen, werden aber ohne weitere Maßnahmen das Bienensterben nicht aufhalten können. Es liegt nun an den Parlamentarierinnen und Parlamentariern ein vollständiges nationales Verbot der Bienenkiller zu beschließen", so Dagmar Urban, Greenpeace-Landwirtschaftsexpertin.

Die auf EU-Ebene geplanten Verbote betreffen drei Neonicotinoide, umfassen aber nicht alle Pflanzen- und Anwendungsarten. National strengere Maßnahmen werden ausdrücklich erlaubt. Greenpeace hat sieben Bienenkiller-Pestizide identifiziert, die zum Schutz der Bienen verboten werden müssen. Neben den drei Neonicotinoiden haben sich Fipronil, Cypermethrin, Deltamethrin und Chlorpyrifos als bienengefährlich herausgestellt.

"Die Abgeordneten dürfen sich nicht von Berlakovichs PR-Gag blenden lassen, sondern müssen jetzt vollständige Verbote der drei Neonicotinoide auf nationaler Ebene beschließen. Um unsere Bienen zu schützen, muss darüber hinaus ein grundlegender Wandel hin zu einem nachhaltigen, ökologischen Landwirtschaftssystem stattfinden. Wir müssen endlich unsere Verantwortung wahrnehmen und unsere Nahrungsmittel mit der Umwelt und nicht gegen sie produzieren. Der Bienenschutz und die Förderung biologischer Landwirtschaft, sowie nachhaltiger Methoden wie der Fruchtfolge müssen unbedingt in ein neues Regierungsprogramm aufgenommen werden", so Urban abschließend.

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Dagmar Urban
Landwirtschaftsexpertin Greenpeace
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mailto: dagmar.urban@greenpeace.at

Christine Gebeneter
Pressesprecherin Greenpeace
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