"Fünf Jahre zu viel"

Mahnwache in Wien für die Freilassung inhaftierter Baha'i im Iran

Wien (OTS) - Die österreichische Baha'i-Gemeinde beteiligt sich an einer weltweiten Kampagne, welche die sofortige Freilassung von sieben Mitgliedern des Baha'i-Führungsgremiums im Iran fordert.

Unter dem Motto "Fünf Jahre zu viel" findet eine

Mahnwache
am Mittwoch, 15. Mai 2013, von 17 bis 22 Uhr
im Resselpark/Karlsplatz, 1040 Wien

statt. Zu jeder vollen Stunde gibt es eine Lesung mit Videobotschaft und Statements von prominenten Persönlichkeiten sowie ein künstlerisches Begleitprogramm.

Sein nunmehr fünf Jahren befinden sich die sieben Baha'i, darunter zwei Frauen, in Haft. Sie wurden im Frühjahr 2008 festgenommen und nach monatelanger Ungewissheit in Einzelhaft im August 2010 zu einer Gefängnisstrafe von je zwanzig Jahren verurteilt, der höchsten, die je über Gewissensgefangene im Iran verhängt wurde. Ihr Verbrechen:
Sie gehören der Baha'i-Religion an.

Heute leiden diese sieben Baha'i unter unmenschlichen Bedingungen in zwei der berüchtigsten Gefängnisse im Iran. Die fünf Männer befinden sich im Gohardasht-Gefängnis in Karaj, das für seine Überbelegung, fehlende Sanitäreinrichtung und aggressive Atmosphäre gefürchtet ist. Die zwei Frauen sind im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran.

"Mit der Kampagne soll die Öffentlichkeit auf die sich verschlimmernde Situation der Menschenrechte im Iran aufmerksam gemacht und an Menschen guten Willens appelliert werden, ihre Stimme für die Freilassung der inhaftierten Baha'i und anderer unschuldiger Gewissensgefangener zu erheben", sagte Ottilie Käfer, Sprecherin der österreichischen Baha'i-Gemeinde.

Die Baha'i sind die größte, allerdings nicht anerkannte religiöse Minderheit im Iran. Seit jeher bekämpft die schiitische Geistlichkeit gemeinsam mit der iranischen Regierung die Baha'i als Ketzer und "Abtrünnige" vom Islam. Ihre friedliche und weltoffene Religion, die sie dazu ermutigt, einen Beitrag für das gesellschaftliche Wohlergehen zu leisten, macht die Baha'i in den Augen der iranischen Regierung zur staatsgefährdenden Gruppe.

Österreich hat im Einklang mit der Europäischen Union und den Vereinten Nationen wiederholt gegen die Verfolgung der Baha'i im Iran protestiert und die Freilassung der nur wegen ihres Glaubens verurteilten Baha'i gefordert.

Der im 19.Jahrhundert von Baha'u'llah (1817-1892) gestiftete Baha'i-Glaube zählt weltweit über 5,5 Millionen Anhänger. In Österreich hat diese jüngste Weltreligion 1911 Fuß gefasst, wo in über 150 Städten und Orten Baha'i leben.

Rückfragen & Kontakt:

Ottilie Käfer
Pressesprecherin
der Bahá'í-Religionsgemeinschaft Österreich
Baha'i Center Austria
Maroltingergasse 2, 1140 Wien
Email: office.ea@at.bahai.org, Mobil 0664 320 29 27

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