- 12.05.2013, 09:30:31
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Land unterstützt Photovoltaikanlagen-Bau auf Mehrfamilienhäusern
150.000 Euro werden zur Verfügung gestellt - LH Wallner und LR Schwärzler: Energieautonomie Schritt für Schritt umsetzen
Utl.: 150.000 Euro werden zur Verfügung gestellt - LH Wallner und LR
Schwärzler: Energieautonomie Schritt für Schritt umsetzen =
Bregenz (OTS/VLK) - Vorarlberg nimmt europaweit eine Spitzenposition
bei der Dichte an montierten Anlagen zur Nutzung der Sonnenkraft ein.
Rund 1,5 m2 Photovoltaik und Solarkollektorfläche sind hierzulande
pro Einwohner bereits installiert. Mit Blick auf das Ziel der
Energieautonomie bis zum Jahr 2050 wurde jetzt von der
Landesregierung eine weitere Maßnahme initiiert, informieren
Landeshauptmann Markus Wallner sowie der Energie- und Umweltreferent
Landesrat Erich Schwärzler: "Ab sofort wird das Land auf von
Bauträgern errichteten Mehrfamilienhäusern den
Photovoltaikanlagen-Bau finanziell unterstützen".
Die bei der Photovoltaik national nicht zufriedenstellenden
Rahmenbedingungen führen dazu, dass die Bauträger aufgrund fehlender
Planbarkeit so gut wie keine Photovoltaikanlagen auf ihre Wohnanlagen
installieren. "Das ist ein großes Manko", betont Landeshauptmann
Wallner. Um diese Schwachstelle im Fördersystem des Bundes
auszugleichen, gewährt Vorarlberg nun selbst finanzielle
Unterstützung für PV-Anlagen auf von Bauträgern errichteten
Mehrwohnungshäusern. "Wir rechnen mit einem Aufwand in Höhe von etwa
150.000 Euro und haben für die Aktion daher exakt diese Summe
bereitgestellt", führt Wallner aus. Für ihn handelt es sich bei der
Maßnahme um einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Energieautonomie
Vorarlbergs: "Unsere Energie soll erneuerbar, verfügbar und leistbar
sein - diese drei Grundsätze stehen im Vordergrund. In allen
Bereichen, vom Ausbau der Energieeffizienz und der erneuerbaren
Energieträger bis zu Mobilität und Industrie, haben wir uns klare und
ambitionierte Vorgaben gesteckt".
Konkrete Ausbauziele
Die Ausbauziele des Landes sind sehr konkret - mit den 101
enkeltauglichen Maßnahmen und einem Zeithorizont bis 2020. "Die
Photovoltaikfläche in Vorarlberg soll bis dahin um rund 400.000
Quadratmeter steigen und sich damit fast verfünffachen. Bei der
Fläche thermischer Solarkollektoren ist ein Zubau von rund 150.000
Quadratmeter geplant. Das wird Investitionen von mehr als 200
Millionen Euro auslösen", erläutert Energielandesrat Schwärzler.
Sonnenenergie eignet sich besonders gut zur Warmwasserbereitung und
zur Unterstützung der Raumheizung. Mit Photovoltaikanlagen kann der
eigene Strom ökologisch produziert werden. Um einen Jahresstrombedarf
für einen durchschnittlichen Haushalt zu produzieren, wird eine
Photovoltaikfläche von ca. 40 bis 50 Quadratmeter benötigt.
Neue Photovoltaik-Förderung
Pro Wohneinheit werden seitens des Landes 750 Euro an
Unterstützung ausbezahlt. Bei Anlagen, die den gestalterischen
Anforderungen des Gestaltungszuschlages für thermische Solaranlagen
im Rahmen der Energieförderung 2013 entsprechen, erhöht sich die
Förderung auf 900 Euro pro Wohneinheit. Wird um die Unterstützung
angesucht, darf keine weitere Förderung im Rahmen des
Ökostromgesetzes (ÖSG) in Anspruch genommen werden. Die Gebäudehülle
der in Frage kommenden Mehrwohnungshäuser muss zudem eine hohe
energetische Qualität aufweisen. Spezielle Anforderungen setzt das
Land außerdem an die Photovoltaikanlage, die installiert werden soll.
Nähere Informationen sind im Internet unter
www.vorarlberg.at/energiefoerderungen unter "Photovoltaikanlagen"
abrufbar.
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