Csörgits: Keine Lohnkürzungen unter dem Deckmantel der "Mitarbeiterbeteiligung"

"Es braucht solide Löhne und Gehälter, von denen man leben kann"

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Sozialsprecherin Renate Csörgits lehnt den ÖVP-Vorschlag nach einer Gewinnbeteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern klar ab. "Für die SPÖ kommen Lohnkürzungen unter dem Deckmantel der "Mitarbeiterbeteiligung" nicht in Frage. Unter "Mitarbeiterbeteiligung" wird de facto Risikobeteiligung verstanden -für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wäre das ein herber Rückschlag. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten stehen für solide Löhne und Gehälter, von denen die Menschen leben können", sagte Csörgits am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Zuvor hatte bereits SPÖ-Bundesgeschäftsführer im Ö1-"Mittagsjournal" vor den negativen Folgen einer solchen Maßnahme gewarnt. Insbesondere in Zeiten der größten Wirtschafts- und Finanzkrise seit den 30er Jahren mute es, so Csörgits, "geradezu zynisch an, Risiko auf die hart arbeitenden Menschen abzuwälzen".

Wirtschaftspolitisch sei es jedenfalls nicht sinnvoll, die Kaufkraft der Menschen zu schwächen. Von mehr als einem "Wahlzuckerl für Milliardäre und Konzerne" könne bei dieser ÖVP-Forderung daher nicht die Rede sein. "Die Menschen müssen sich auf die Kollektivverträge verlassen können. Anstatt Löhne auf wackelige Beine zu stellen oder gar zu kürzen, braucht es angemessene Rahmenbedingungen für die Menschen." Für die SPÖ-Sozialsprecherin wären etwa ein kollektivvertraglicher Mindestlohn von 1.500 Euro sowie Initiativen für mehr Vollzeitarbeit wichtige Schritte für mehr Gerechtigkeit am Arbeitsmarkt, von denen Frauen ganz besonders profitieren würden. (Schluss) mo/kg

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