Heinisch-Hosek: Am Muttertag sollten Bedürfnisse von Frauen mit Kindern diskutiert werden

Ausbau der Kinderbetreuung und mehr Väterbeteiligung bei der unbezahlten Arbeit

Wien (OTS/SK) - "Der morgige Muttertag ist ein guter Anlass zu fragen: Was brauchen Frauen mit Kindern wirklich? Wie kann die Politik sie bestmöglich unterstützen?", so Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek anlässlich des Muttertags am 12. Mai. Und diese Fragen sollten nicht nur einmal im Jahr gestellt werden, sondern laufend, unterstrich die Frauenministerin.****

"Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gibt es noch Aufholbedarf, gerade bei den Unter-Dreijährigen. Da haben wir in den letzten Jahren einiges auf den Weg gebracht, und das ist gut so. Am Ende des Weges sind wir aber noch lange nicht, der Bedarf an guter Kinderbetreuung ist nach wie vor hoch." Die SPÖ hat ein Modell für den Umbau der Familienförderung vorgelegt, das kostenneutral ist und gleichzeitig 150 Millionen Euro für eine Ausbau-Offensive der Kinderbetreuungseinrichtungen vorsieht. "Davon hätte jede Mutter in Österreich etwas, auch jeder Vater und jedes Kind. Ich will, dass es endlich vom Bodensee bis zum Neusiedlersee ein starkes und gutes Netz an Kinderbetreuungseinrichtungen gibt."

Außerdem sei gerade am Muttertag die Frage nach der Beteiligung der Väter zu stellen. "Obwohl zwei von drei Vätern gerne in Karenz gehen würden, sind noch immer sind nicht einmal 5% der KindergeldbezieherInnen Männer. Hier braucht es ein Umdenken gerade in der Wirtschaft, denn nur wenige erkennen, wie bereichert und versehen mit zahlreichen Sozialkompetenzen Väter aus der Karenz zurückkehren."

Ein nächster, wichtiger Schritt sei die Einführung eines Papamonats in der Privatwirtschaft: "Nach der Geburt seines Kindes soll jeder Vater die Möglichkeit haben, einen Monat lang zu Hause bei der Familie zu bleiben. Im öffentlichen Dienst haben wir den Papamonat und viele Jungväter berichten uns, wie sehr sie die Zeit genossen haben." Der Papamonat als erster Schritt in die Karenz sei ausfinanziert und könnte sofort eingeführt werden.

"Der Muttertag ist ein Auftrag, für gute Rahmenbedingungen zu sorgen, sodass jede Frau mit einem oder mehr Kindern ihr Leben ohne Hindernisse und genau so führen kann, wie sie das will", so die Frauenministeirn abschließend. (Schluss) kg

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