"Hohes Haus" am 12. Mai: Bienensterben, Europakrise und "Fest der Freude"

Gast im Studio: ÖVP-Umweltsprecher Hermann Schultes

Wien (OTS) - Patricia Pawlicki präsentiert im ORF-Parlamentsmagazin "Hohes Haus" am Sonntag, dem 12. Mai 2013, um 12.00 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Bienenstich

Es hat ein wenig gedauert, aber inzwischen ist auch der österreichische Umweltminister für ein Verbot von Pestiziden, die für das Bienensterben verantwortlich gemacht werden. Nikolaus Berlakovich hat in der EU zunächst gegen ein Verbot gestimmt. Nach Protesten von Umweltschützer/innen und Kritik von allen politischen Parteien, kam diese Woche dann die Kehrtwende. Freilich nicht freiwillig, ÖVP-Parteichef Michael Spindelegger hat ein Machtwort gesprochen. Und: Minister Berlakovich bekennt sich nur zu dem, was von der EU ohnehin schon beschlossene Sache ist - weshalb von der Opposition auch nicht locker gelassen wird. Sie fordert ein generelles Verbot sämtlicher Pestizide in Österreich - und den Rücktritt des Ministers. Bettina Tasser zu einem nicht immer nachvollziehbaren Stück österreichischer Politik.
Gast im Studio ist ÖVP-Umweltsprecher Hermann Schultes.

Europakrise

Diese Woche war es wieder soweit: Europa beging - wie alljährlich -am 9. Mai den sogenannten Europatag. Am 9. Mai 1950 hielt der damalige französische Außenminister Robert Schumann eine Rede, in der er vorschlug, eine Produktionsgemeinschaft für Kohle und Stahl zu schaffen. Fünf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs sollte es - vor allem zwischen Deutschland und Frankreich - kein unkontrolliertes gegenseitiges Aufrüsten mehr geben. Aus seiner Idee wurde später die EWG, daraus entstand die EG und heute haben wir die EU. Ein einmaliges Friedensprojekt und für die meisten auch eine einmalige Erfolgsgeschichte. Doch nicht erst seit der Finanzkrise ist die EU bei weitem nicht bei allen Europäer/innen beliebt und in genau einem Jahr gibt es die nächste Europawahl. Claus Bruckmann hat sich umgehört.

Freudenfest

Während in einigen Ländern Europas der 8. Mai ein Staatsfeiertag ist, hat Österreich lange gebraucht, um diesen Tag offiziell als einen Tag der Freude anzuerkennen. Genaugenommen 68 Jahre, also bis heuer. Den Tag der Kapitulation der deutschen Wehrmacht und die Befreiung vom Nationalsozialismus nutzten bisher weit rechts stehende Burschenschaften, um am äußeren Burgtor am Wiener Heldenplatz ein Totengedenken zu begehen. Dieser stillen Umdeutung der Bedeutung des 8. Mai hat nun das offizielle Österreich ein Ende bereitet. Am äußeren Burgtor gibt es nun eine Mahnwache des Bundesheers und der Heldenplatz gehört den ganzen Tag der Bevölkerung für ein "Fest der Freude", mit dem heuer erstmals das Kriegsende gefeiert wurde. Maximilian Biegler war dabei.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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