FPÖ: Wer Kreuze abhängt, müsste auch Bild des Bundespräsidenten entfernen

Hofer plädiert für Vernunft in Debatte um christliche Tradition in Österreich

Wien (OTS) - Im Rahmen der Debatte rund um die Entfernung von Kreuzen in Klassenzimmern plädiert FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer an die Vernunft aller Beteiligten. Hofer: "Österreich ist ein Land, in dem die große Mehrheit der Bevölkerung in christlichen Werten wie Nächstenliebe, Toleranz und Solidarität die große Leitlinie für ihr Leben findet. Ich halte es daher für falsch, auf das Abhängen von Kreuzen zu bestehen. Vor allem der Hinweis darauf, dass sich Schüler, die sich nicht zum Christentum bekennen würden, durch ein Kreuz beeinträchtigt fühlen würden, sei sehr weit hergeholt.

Hofer: "Es wäre genau so falsch, darauf zu bestehen, das Bild des Bundespräsidenten aus Schülern und Ämtern zu entfernen, weil beispielsweise eine Mehrheit in der betroffenen Gemeinde ihre Stimme einem anderen Kandidaten oder einer anderen Kandidaten gegeben hätte. Heinz Fischer ist der gewählte Bundespräsident Österreichs. Er gehört einer anderen Partei an und er vertritt in vielen Belangen andere politische Leitlinien als ich es tue. Es würde mir aber niemals einfallen, vom Bürgermeister meiner Heimatgemeinde zu verlangen, das Bild Fischers von den Amtsräumen zu entfernen, weil ich mich dadurch beleidigt fühle."

Es bleibt eine Tatsache, so Hofer, dass eine Mehrheit der Österreicher sich zum Christentum bekennen würde: "Ich bin zwar für eine säkulare Gesellschaft, in der Kirche und Staat unabhängig von einander agieren. Ich bin aber keineswegs für eine Gesellschaft, in der eine Minderheit der Mehrheit abseits von Minderheitenrechten ihre Vorstellungen aufzwingt. Auch in Bezug auf religiöse Symbole! Wohin soll das führen? Wollen wir das Kreuz auch von Berggipfeln entfernen?

Das Kreuz, so Hofer, sei als Symbol keinesfalls eine Beleidigung für Menschen ohne religiösem Bekenntnis oder für Österreicher anderen Glaubens. Es sei ein Symbol der Werte, für die Österreich seit vielen hunderten von Jahren stehe.

Hofer: "Ich habe aufgrund meiner beruflichen Vergangenheit mit vielen Menschen zu tun, die einen wesentlichen Teil ihres Arbeitslebens im Ausland verbracht haben und stets die Werte und Traditionen des Gastlandes hoch geschätzt haben. Gerade dieser Personenkreis schüttelt den Kopf ob dieser recht eigenartigen Debatte."

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