"Kulturmontag" am 13. Mai: Helnwein in der Albertina, Bruno Ganz bei den Festwochen und Turrinis Axtmörder in der Josefstadt

Brad Pitt und Cate Blanchett in "Babel" im "art.film"

Wien (OTS) - Clarissa Stadler präsentiert am 13. Mai 2013, aufgrund der "Promi-Millionenshow" ab 23.10 Uhr in ORF 2, einen "Kulturmontag" mit Beiträgen zur neuen Helnwein-Retrospektive in der Wiener Albertina - der Künstler ist auch Live-Gast im Studio -, zu Bruno Ganz' Auftritt bei den Wiener Festwochen sowie zu Peter Turrinis neuem Stück "Aus Liebe", das die Tat des Axtmörders zum Inhalt hat. "art.film" zeigt um 0.10 Uhr mit "Babel" das Finale der Trilogie von Meisterregisseur Alejandro González Inárritu mit Brad Pitt und Cate Blanchett.

Gottfried Helnwein: Der Schockmaler in der Wiener Albertina

Er ist der Rockstar der internationalen Kunstszene, seine Ausstellungen quer über den Erdball sind Blockbuster. Mit Stirnband, Totenkopfringen und dunkler Brille sorgt Gottfried Helnwein stets für heftige Kontroversen; seine hyperrealistischen Bilder sind längst Ikonen. Seit den 70er Jahren verstört und polarisiert Helnwein mit apokalyptischen Visionen zu Schmerz und Gewalt, Religion und Politik. Vor 28 Jahren hat Helnwein Österreich verlassen und lebt seit den 2000er Jahren in Irland und Los Angeles. Mit seiner bislang größten Retrospektive im deutschsprachigen Raum kehrt der radikale Künstler ab Ende Mai, zu seinem 65.Geburtstag, zurück nach Wien. Für den "Kulturmontag" besucht Helnwein wichtige Stationen in seiner Geburtsstadt und ist live zu Gast im Studio - ebenso in "heute leben" am 13. Mai um 17.30 Uhr in ORF 2. Am 27. Mai zeigt der "Kulturmontag" die Dokumentation "Helnweins Kinder", die vor kurzem vier Auszeichnungen beim "Los Angeles New Wave International Film Festival" erhielt. Der Film der ORF-Kärnten-Redakteure Margit Weixelbraun-Piskaty und Konrad Weixelbraun porträtiert eine Tochter und zwei Söhne des bedeutenden österreichischen Malers, die mittlerweile selbst alle Künstler/innen in den USA sind. 3sat zeigt "Helnweins Kinder" am 9. Juni um 18.25 Uhr.

Bruno Ganz: Der Schauspielstar bei den Wiener Festwochen

Er hat es verbrieft bekommen und mit dem Iffland-Ring - von Josef Meinrad zugedacht - besiegelt: der Schweizer Bruno Ganz ist der beste und würdigste Schauspieler deutscher Sprache. An Peter Steins Schaubühne sorgte er einst für Furore. Im Film spielte er Killer und Engel, seit seiner beklemmenden Glanzleistung als Adolf Hitler in Oliver Hirschbiegels "Der Untergang" hat er eine große internationale Hollywood-Karriere gestartet. Demnächst ist er als seine Heiligkeit Joseph Ratzinger in einem neuen Film von Ridley Scott zu sehen. Mit der Bühne, so schien es, hatte Bruno Ganz abgeschlossen. Jetzt kehrt er doch nach sechs Jahren zurück: eine "Heimkehr", so auch der Titel des Stücks von Harold Pinter, das Ganz auf Französisch spielt, unter der Regie von Luc Bondy. Die Produktion aus dem Pariser Odeon ist ab 18. Mai bei den Wiener Festwochen zu sehen. Der Schauspielstar spricht im "Kulturmontag" über französisches Theater versus deutsche Regie, über jüdischen Humor und die Angst vor dem Auftritt.

Der Axtmörder: Peter Turrinis neues Stück "Aus Liebe"

Ein vierzigjähriger Mann erschlägt - vor genau fünf Jahren in Wien -seine Frau und sein Kind mit einer Axt. Warum? Journalistinnen und Journalisten, Psychiater/innen, die Öffentlichkeit, der Richter, alle versuchten damals eine Antwort zu finden - auch Peter Turrini, der zu dem Schluss kommt: "Aus Liebe". In seinem jüngsten Drama ist das Leben des Axtmörders bis zur Tat "wohltemperiert": Er hat einen guten Job, eine kluge und hübsche Frau und ein süßes Kind. Turrini nähert sich der großen Frage nach dem "Warum" mit scheinbar kleineren Fragen: Was findet alles im Zusammenhang mit einem Mord statt? Wenn jemand seine Familie umbringen will und im Baumarkt dazu eine Axt kauft, wie läuft sein Gespräch mit dem Verkäufer ab? Was antwortet er, wenn ihn der Verkäufer fragt, wozu er sie eigentlich braucht? Nimmt er ein Sonderangebot? Welche Menschen trifft er noch und wie verhält er sich ihnen gegenüber? Wenn er kurz vor dem Mord sein Kind zu Bett bringt, erzählt er ihm eine Gute-Nacht-Geschichte? Turrini verlagert die individuelle Schuld ganz ins Gesellschaftliche. Ein Bühnen-Krimi mit überforderten, Burn-out gefährdeten Polizisten, einer einsamen Witwe, die im Café Fremde belästigt, einem Baumarktverkäufer, der im Job degradiert wurde. Sogar "der liebe Gott" gleicht einem Sandler. Der "Kulturmontag" spricht mit Peter Turrini und dem Gerichtspsychiater Reinhard Haller und zeigt erste Ausschnitte aus der Inszenierung im Theater in der Josefstadt.

Der "Kulturmontag" ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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