Wieder Fall von Tierquälerei bekannt geworden

Verein PFOTENHILFE zeigt sich bedrückt von den vielen Vorfällen der letzten Monate

Wien (OTS) - Laut Medienberichten schoss ein 82-jähriger Pensionist vergangenen Dienstagabend von dem Balkon seiner Wohnung in Wien mit einem Kleinkalibergewehr auf Tauben. Der Mann erzielte keine Treffer, eine Zeugin wählte jedoch den Polizeinotruf. Dem Mann wurden daraufhin von der WEGA zwei Waffen abgenommen, er wurde angezeigt und ein Waffenverbot wurde ausgesprochen. Laut eigener Aussage feuert der Mann schon seit Jahren auf Tauben.

Für den Verein PFOTENHILFE ist die Vorgehensweise des Pensionisten unverständlich. "Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten, ist verboten. Es ist schwer nachzuvollziehen, wieso jemand unschuldigen Lebewesen Leid zufügen oder diese sogar töten möchte." sagt Sonja Weinand, Sprecherin des Verein PFOTENHILFE. Laut § 222 Strafgesetzbuch steht auf Tierquälerei bzw. mutwillige Tötung von Tieren bis zu ein Jahr Gefängnis. "Dass dem Herrn die Waffen abgenommen wurden, war längst fällig. Schließlich hätten auch Menschen versehentlich getroffen werden können. Gerade in einer Großstadt ist es besonders gefährlich, da hier viele Menschen auf engem Raum leben. Auch Kinder hätten verletzt oder getötet werden können." so Weinand.

Leider ist dies jedoch nicht der einzige Fall von Tierquälerei in Österreich. In den letzten Monaten wurden sogar mehrere besonders dramatische Vorfälle bekannt. Im Bezirk Wiener Neustadt (NÖ) wurden zwei Stuten im Genitalbereich verletzt, im Bezirk Vöcklabruck (OÖ) haben Jugendliche einen Schwan mit einem Stein getötet und in Kirchdorf an der Krems (OÖ) wurde einer Katze sogar ein Schweizerkracher in den After gesteckt. "Dass es so viele Vorfälle von Tierquälerei gibt, zeigt, dass unsere Gesellschaft keinen Bezug mehr zu Tieren als Lebewesen hat. Die Tatsache, dass einige Menschen keine Skrupel haben, unschuldige Tiere zu verletzen oder zu töten, macht traurig. Wir können nur hoffen, dass der Fall des Pensionisten die Menschen wach rüttelt und dadurch weitere Vorfälle verhindert werden können." so Weinand abschließend.

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Sonja Weinand
Vereinssprecherin Verein PFOTENHILFE sonja.weinand@pfotenhilfe.org
Tel.: 01 / 892 23 77
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