Tiefnig: Gesundheitsreform kommt Patienten zugute

ÖVP setzt deutliches Zeichen gegen Hausapothekensterben

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Mit dem Beschluss zur jahrelang verhandelten Gesundheitsreform im Bundesrat wird heute, Mittwoch, ein wichtiger Schritt gesetzt. Bund, Länder und Sozialversicherung müssen das Gesundheitssystem künftig gemeinsam planen, was den Patienten nutzen und die Kosten eindämmen soll. Das stellte heute, Mittwoch, der oberösterreichische ÖVP-Bundesrat Ferdinand Tiefnig fest. Hintergrund: Die Reform - konkret ein Gesetz und zwei Bund-Länder-Vereinbarungen - sieht vor, dass die Kosten in Zukunft zwar weiter ansteigen werden - allerdings geringer als bisher: Die so genannte "Dämpfung" des Kostenanstiegs soll bis 2016 3,4 Milliarden Euro betragen.

Ziel der Reform sei eine gute Versorgung in der Stadt und am Land. In Braunau müsse man beispielsweise ein halbes Jahr auf einen Augenarzt warten, was einfach zu lang sei. Auch die Prävention sei zu verbessern; die Diabetesschäden, Herzinfarkte und Krebstoten müssten reduziert werden, unterstrich Tiefnig

Der Bundesrat wies darauf hin, dass Österreich "eines der besten Gesundheitssysteme der Welt" habe. Ziel sei es, das hohe Niveau weiter zu gewährleisten. Tiefnig sprach sich dafür aus, vor allem den niedergelassenen Sektor auszubauen - insbesondere die Anlaufstelle Hausarzt. "Der Beruf Hausarzt wird auch immer mehr weiblich, und daher ist es notwendig, diesen Beruf zu attraktivieren", sagte Tiefnig und wies darauf hin, dass gerade die ländlichen Gegenden von Jungärzten nicht genützt werden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sei vielfach nicht gegeben, hob der Bundesrat hervor, dass bereits 2.800 österreichische Ärzte in Deutschland arbeiten.

Es werde auch immer schwieriger, Landarztstellen ohne Hausapotheken zu besetzen. Allein die geplante Gemeindezusammenlegung in der Steiermark hätte einen Verlust von 30 Prozent der Hausapotheken bedeutet. In diesem Zusammenhang hob Tiefnig auch die Initiative der ÖVP zur Sicherung der Hausapotheken in der immer schwieriger werdenden Versorgung im ländlichen Raum hervor. "Die ÖVP hat ein deutliches Zeichen gegen das Hausapothekensterben gesetzt." Nun soll es eine neue Frist bis 2018 für Hausapothekenschließungen in Zwei-Arzt-Gemeinden und eine Absicherung der Hausapotheken bei Gemeindezusammenlegungen geben. Zusätzlich soll bis 2015 mit Ärzten und Apotheken gemeinsam ein neues nachhaltiges Modell zur Sicherung der ärztlichen Versorgung und der Medikamentenversorgung im ländlichen Raum sichergestellt werden. Gleichzeitig werde es immer schwieriger, Landarztstellen ohne Hausapotheken zu besetzen. Allein die geplante Gemeindezusammenlegung in der Steiermark hätte einen Verlust von 30 Prozent der Hausapotheken bedeutet, so Tiefnig.

Die ärztlichen Hausapotheken sind vor allem in kleinen Gemeinden ein wichtiges Instrument zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum.
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