Grossmann: Unterhalt von Kindern und Jugendlichen muss gesichert werden

Petition zur Überarbeitung der Unterhaltsvorschussregelung eingebracht

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des Muttertages am Sonntag, dem 12. Mai, erinnert SPÖ-Nationalratsabgeordnete und steirische Landesfrauenvorsitzende Elisabeth Grossmann an eine traurige Realität des Mutterseins und überreicht eine überparteiliche Petition zur Unterhaltssicherung an die Präsidentin des Nationalrates Barbara Prammer. Diese Petition, die von Judith Dornhofer und Maria Stern initiiert worden ist, kann jetzt auch online unter
http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/PET/PET_00211/index.shtml
unterstützt werden. ****

Wie schon im Justizausschuss hingewiesen, fordert Elisabeth Grossmann mit dieser Petition eine dringende Überarbeitung des Unterhaltsrechts in Österreich. "Kinderarmut ist in Österreich Thema, und es beruht nicht zuletzt auch darauf, dass das Unterhaltsrecht hierzulande sehr lückenhaft ist", macht die steirische Landesfrauenvorsitzende und Mutter zweier Söhne darauf aufmerksam, dass die derzeitige Regelung das Prozessrisiko und das Risiko der Uneinbringlichkeit der Unterhaltsforderung immer noch auf dem Rücken der Kinder austrägt.

"Andere Länder, wie zum Beispiel Schweden, gehen einen kinderfreundlicheren Weg. Hier besteht ein Unterhaltssicherungssystem, im Zuge dessen der Staat abhängig vom Alter der Kinder einen Fixbeitrag leistet und sich diesen nach Möglichkeit vom Unterhaltspflichtigen zurückholt. Hier steht im Vordergrund, dass die Versorgung der Kinder gewährleistet ist. In Österreich ist das derzeit anders. Steht in Aussicht, dass der Vorschuss des Staates aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vom Unterhaltspflichtigen rückgefordert werden kann, wird gar kein oder nur ein stark reduzierter Unterhaltsvorschuss gewährt. In Folge sind betroffene Kinder in Österreich nicht nur einem zermürbenden und demütigenden Unterhaltsverfahren ausgesetzt, sondern müssen darüber hinaus in einer finanziell ungesicherten Existenz aufwachsen. Es kann nicht sein, dass immer mehr Kinder und Jugendliche in Österreich nicht einmal das Nötigste zum Leben haben", kritisiert Elisabeth Grossmann die derzeitige Regelung und fordert eine weitere Verbesserung der Unterhaltsregelungen als Maßnahme gegen Kinderarmut. (Schluss) che/mp

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