FSGvida-Offensive für den öffentlichen Verkehr in AK-Vollversammlung angenommen

Wiener FSGvida-Landesvorsitzender Gruber fordert 38,5 Stundenwoche für EisenbahnerInnen

Wien (OTS/FSG) - Erfreut zeigt sich der Wiener Landesvorsitzende der Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft vida (FSGvida), Helmut Gruber, über die Annahme des FSG-Antrags über eine "Offensive für den öffentlichen Verkehr - Beschäftigung und Arbeitsbedingungen im Verkehrssektor sichern und ausbauen" in der Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte vom 7. Mai 2013 in Wien. "Mit dem FSG-Antrag ist die Bundesregierung jetzt auch durch die AK aufgefordert, alles zu unternehmen, damit der öffentliche Verkehr und insbesondere die ÖBB im Besitz der öffentlichen Hand bleiben. Die ÖBB ist ein entscheidendes Instrument der österreichischen Verkehrspolitik, das nicht privatisiert werden darf", betont Gruber.++++

Im Antrag werde die Bundesregierung aufgefordert, Liberalisierungen und Privatisierungen im Verkehrssektor wie sie etwa das 4. Eisenbahnpaket der EU vorsieht, mit nationalen und internationalen Initiativen entgegenzutreten. "Die ÖBB als integriertes Eisenbahnverkehrsunternehmen und eine Offensive für die Öffis ist unerlässlich. Den Fahrgästen, insbesondere den PendlerInnen, muss ein flächendeckendes, attraktives und finanziell erschwingliches Angebot zur Verfügung gestellt werden", sagt der FSGvida-Landesvorsitzende.

Für die Beschäftigten im gesamten Verkehrssektor dürften auch in Zukunft die Arbeits- und Entlohnungsbedingungen nicht durch Ausschreibungswettbewerb, Sozialdumping und Arbeitsplatzabbau gefährdet werden, fordert Gruber. "Es muss alles daran gesetzt werden, dass Sozialbestimmungen im Straßenverkehr, regionaler öffentlicher Schienenverkehr, die Flughafenbodenabfertigung und die Flugsicherung nicht durch überzogene Liberalisierungspolitik weiter ausgehöhlt und gefährdet werden. Wettbewerb darf kein Selbstzweck sein. Daher kein Wettbewerb ohne Nachweis, dass dieser zur Verbesserung des Angebots und der Arbeitsbedingungen und nicht zum Gegenteil führt", unterstreicht der Gewerkschafter.

"Ich appelliere auch an die Wirtschaftskammer, ihr Wort zu halten und an den Verhandlungstisch zu kommen", fordert der FSGvida-Landesvorsitzende eine Entlastung der MitarbeiterInnen im Eisenbahnbereich unter anderem durch eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 40 auf 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich. "Wir tragen die Verantwortung für unsere Kolleginnen und Kollegen und wir werden uns weder die Arbeitsplätze noch unsere Gesundheit geschweige denn die Sicherheit unserer Fahrgäste abkaufen lassen", unterstreicht Gruber.

Angesichts der Konjunkturflaute und steigender Arbeitslosigkeit sei es höchst an der Zeit, Arbeitszeit zu reduzieren und Arbeit neu zu verteilen: "Unsere Jugend braucht Arbeitsplätze", verweist Gruber auf die zunehmende Jugendarbeitslosigkeit und darauf, dass die Beschäftigten in Zukunft länger bis zur Pension arbeiten müssten.

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