FP-Guggenbichler: Sima auf Berlakowitschs Spuren

Bescheid zum Einfangen der Ziesel bleibt unter Verschluss

Wien (OTS/fpd) - "Sima befindet sich offensichtlich auf Minister Berlakowitschs Spuren", kritisiert heute der Umweltsprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Udo Guggenbichler. Die naturschutzrechtliche Bewilligung der Ziesel-Umsiedlung bleibe unter Verschluss. Weshalb daraus ein Geheimnis gemacht werde, liege allerdings auf der Hand. Gerüchten zufolge, beinhalte der Bescheid nämlich die Erlaubnis, Tiere sehr wohl einfangen zu dürfen. Außerdem soll das Ausweichquartier für die unter Artenschutz stehenden Ziesel, die auch auf Nummer eins der roten Liste stehen, nur für die nächsten 15 Jahre verpflichtend zur Verfügung stehen. Was allerdings danach mit ihnen passiert, wenn das nächste Monsterbau-Projekt geplant werde, stehe in den Sternen.

Die Ausgleichsflächen kommen einem Fleckerlteppich gleich, der noch zu allem Überfluss auf der anderen Seite des Marchfeldkanals liegt. Wie die Ziesel erkennen sollen, dass es sich hierbei um eine "geeignete neue Heimat" handelt, sei unklar. "Wenn die bedrohte Tierart jetzt auch noch eingefangen werden darf und der neue Ort nur auf 15 Jahre geschützt ist, wird hier offensichtlich versucht, sie unter dem Schutzmantel der MA22 schleichend auszurotten. Ein weiterer Kniefall vor der Baulobby", so Guggenbichler, der sich fragt, wem diese Vorgehensweise sonst etwas bringen soll. Laut Medienberichten habe die Firma Mischek, welche zum damaligen Zeitpunkt der STRABAG gehörte, jedenfalls durch Ankauf und Verkauf der Ziesel-Gründe etwa 700.000 Euro lukriert. "Sima ist aufgefordert, dazu unverzüglich Stellung zu nehmen sowie den Naturschutzbescheid zu veröffentlichen. Abgesehen davon gilt es abzuklären, ob die Bauträger überhaupt schon alle Verfügungsrechte über die Ausgleichsflächen von den Bauern besitzen. Auch hier gibt es erhebliche Zweifel", so Guggenbichler abschließend. (Schluss) hn

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