ORF-GD Wrabetz: "Der ORF hat für ein ausgewogenes Budget zu sorgen!"

Wien (OTS) - "Der ORF wird auf Basis der zur Verfügung stehenden Mittel ein ausgewogenes Budget für das Jahr 2014 vorlegen. Als mit kaufmännischer Sorgfalt geführtes Unternehmen wird er nicht auf Basis der Zurufe von Interessensgruppen budgetieren. Österreichische Filme und Serien sind ein zentraler und unverzichtbarer Bestandteil des ORF-Programms, doch der ORF hat für eine ganze Reihe weiterer und ebenso wichtiger Bereiche wie nationale und regionale Information, Kultur, Wissenschaft, Sport, Kinderprogramm und vieles mehr in Radio, Fernsehen und online ebenfalls Mittel vorzusehen. Das ist sein öffentlich-rechtlicher Auftrag" stellt ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz zu aktuellen Wortmeldungen zur ORF-Finanzierung klar.

Gesetzliche Investitionsquoten programm- und wirtschaftsfremd

Eine gesetzlich festgelegte Quote für bestimmte Programmbereiche, wie sie heute gefordert wurde, ist programm- wie auch wirtschaftsfremd und abzulehnen. "Sollten etwa die Werbeerlöse zurückgehen, müsste der ORF, um allfällige Quoten für den einen Bereich zu erfüllen, Gebührenmittel aus einem anderen Kernbereich abziehen. Dies geht völlig an der Budget- und Produktionswirklichkeit eines modernen öffentlich-rechtlichen Medienunternehmens vorbei! Die Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags kann durch starre Quotenmechanismen nicht gewährleitet werden", so der ORF-Generaldirektor.

Verlängerung der Refundierung von zentraler Bedeutung

Die Verlängerung der so genannten Gebührenrefundierung sei für den ORF nach wie vor von großer Bedeutung, betonte Wrabetz: "Gerade ÖVP-Mediensprecher Karlheinz Kopf sollte wissen, dass die dem ORF 2010 bis 2013 insgesamt zu geflossenen 160 Millionen Euro - ein teilweiser Ersatz für den Entgang durch Gebührenbefreiungen - an strenge gesetzliche Auflagen gebunden waren und ausschließlich in Programminnovationen wie die Spartenkanäle ORFIII und ORF-Sport +, zusätzliche österreichische Filme und Serien, Kultur- und Regionalprogramme, Ausbau des barrierefreien Zugangs zum Programm etc. geflossen sind! Das waren zweckgewidmete Gelder mit strengen Auflagen. Wenn Klubobmann Kopf behauptet, es könne ohne Refundierung alles weiterlaufen wie bisher, tut er dies wider besseres Wissen." Die zweck- und gesetzmäßige Verwendung der Refundierungsmittel wurde von der Prüfungskommission und der KommAustria alljährlich überprüft und bestätigt. Einmal mehr weist der ORF-Generaldirektor in dem Zusammenhang darauf hin, dass in anderen durchaus vergleichbaren Bereichen sozial begründete Befreiungen oder Ermäßigungen ersetzt werden.

ORF hat Hausaufgaben gemacht - 600 Dienstposten abgebaut und 100 Millionen eingespart

Der ORF hat in den vergangenen Jahren ein umfassendes Restrukturierungs- und Sparprogramm umgesetzt. Seit 2007 wurden rund 600 Dienstposten abgebaut, allein seit 2009 wurden rund 100 Millionen Euro an Personal- und Sachkosten nachhaltig eingespart. Gleichzeitig wurde das Programmangebot nachhaltig ausgeweitet. Die weiteren Sparziele bis 2016 werden konsequent umgesetzt. "Die ORF-Belegschaft hat diesen Kurs in den vergangenen Jahren mitgetragen und damit die Erreichung der Unternehmensziele ermöglicht. Es kann nicht sein und wäre auch programmlich nicht möglich, dass Kürzungen im Zusammenhang mit einem möglichen Entfall der Refundierung ausschließlich zu Lasten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ORF gehen. Sie produzieren schließlich einen Großteil des Programms, darunter die wichtigsten öffentlich-rechtlichen Kernbereiche!", so Wrabetz.

"Wichtigstes gemeinsames Ziel von Filmwirtschaft und ORF sollte der Einsatz für die Verlängerung der Refundierung sein. Sollte dies nicht gelingen werden die notwendigen Einsparungen von allen Bereichen des Unternehmens zu tragen sein, mit Rücksicht auf Ausgewogenheit und vor allem auf die Wahrung der Interessen des Publikums", betonte der ORF-Generaldirektor abschließend.

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