FP-Kappel kritisiert skandalöse Verkäufe des Wiener Stadterweiterungsfonds

Historische Liegenschaft Mölker Bastei um 15.000 Euro verkauft

Wien (OTS/fpd) - Ein heute vorliegender RH-Bericht zeigt auf, dass der Wiener Stadterweiterungsfonds drei Liegenschaften weit unter ihrem Wert verkaufte. "Diese Verkäufe sind skandalös", sagt die freiheitliche Gemeinderätin LAbg. Dr. Barbara Kappel, "konkret handelt es sich um die historische Liegenschaft Mölker Bastei, um eine Wohnung in der Postgasse sowie um eine Liegenschaft Am Heumarkt."

Der Wiener Stadterweiterungsfonds, der vor mehr als 150 Jahren zur Finanzierung des Baus von Ringstraßengebäuden gegründet wurde, verkaufte zwischen 2005 und 2008 seine letzten drei Liegenschaften. Im letzten Jahr prüfte der RH die Gebarung des Fonds im Zeitraum 2005 bis 2011 und damit auch drei Liegenschaftsverkäufe in der Wiener Innenstadt. Der Fonds und sein oberstes Organ, das Innenministerium, haben nun den Beschluss für die Auflösung gefasst, nachdem der Rechnungshof dies bereits im Jahr 1961 empfohlen hatte.

Der Rechnungshofbericht über die Gebarung des Wiener Stadterweiterungsfonds im Zeitraum 2005 bis 2011 brachte zutage, dass der Fonds diese drei Liegenschaften in der Wiener Innenstadt wesentlich unter ihrem Wert verkaufte. In erster Linie handelt es sich dabei um den Wiener Eislaufverein. Die Liegenschaft Am Heumarkt wurde vom Fonds um 4,2 Millionen Euro verkauft, obwohl Kaufangebote von bis zu 9 Millionen vorlagen.

Daneben erfolgte der Verkauf einer Wohnung in der Postgasse um 225.000 Euro, ohne vorher ein Bewertungsgutachten einzuholen oder Interessenten zum Kauf einzuladen. Die historisch wertvolle Liegenschaft Mölker Bastei wurde um 15.000 Euro verkauft, obwohl ein vom Fonds in Auftrag gegebenes Gutachten einen Verkehrswert von 670.000 Euro bescheinigte und die Liegenschaft zuvor Anrainern um eine Million Euro zum Kauf angeboten wurde, kritisiert Kappel abschließend. (Schluss) hn

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