Csörgits initiiert deutsch-österreichischen Austausch über Arbeit und Soziales

Mitglieder des deutschen Sozialausschusses in Wien - Instrumente gegen Arbeitslosigkeit zentrales Thema

Wien (OTS/SK) - Zwei Tage lang hatten zahlreiche Mitglieder des deutschen und österreichischen Sozialausschusses die Gelegenheit, sich über Problemlagen und erfolgreiche Maßnahmen im Sozialbereich auszutauschen. Zum ersten Mal fand ein derartiges Treffen Montag und Dienstag auf Initiative von SPÖ-Sozialsprecherin und Ausschussvorsitzenden Renate Csörgits und ihrer deutschen Kollegin Sabine Zimmermann statt, begleitet wurde es von Sozialminister Hundstorfer und Experten und Expertinnen aus dem Sozialministerium. "Das Programm war sehr sachorientiert und soll den Grundstein für einen längerfristigen Austausch zwischen den beiden Ländern auf parlamentarischer Ebene legen", freute sich Csörgits am Rande des Arbeitstreffens gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Gerade in Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise mit teilweise verheerenden Folgen auf den Arbeitsmärkten sei ein staatenübergreifender Blick auf sozialpolitische Problemlagen hoch aktuell. "Die zentrale Frage unseres Treffens war daher, wie wir für alle Bevölkerungsgruppen eine gute Beschäftigungslage erzielen und erhalten können. Großes Lob kam von den deutschen Kollegen und Kolleginnen für die Jugendbeschäftigungsgarantie", berichtete Csörgits.

In vielen sozialen Bereichen ist die Ausgangslage ähnlich - beide Länder haben eine geringe Arbeitslosigkeit und die niedrigste Arbeitslosenrate bei Jugendlichen in der Europäischen Union. Doch auch die Unterschiede wurden von den Abgeordneten erörtert: "Die größte Differenz zwischen Deutschland und Österreich ist sicherlich die Hartz-Reform. Bei uns gibt es keine Ein-Euro-Jobs, sondern eine beinahe flächendeckende Wirksamkeit von Kollektivverträgen", betonte Csörgits. In diesem Zusammenhang bewerteten viele deutsche Abgeordnete die Stärke der Gewerkschaftsbewegung, die Rolle der Sozialpartnerschaft und die österreichische Praxis der Kollektivverträge äußerst positiv.

"Der Austausch war ein guter Anfang für die weitere Zusammenarbeit zwischen den Sozialausschüssen der beiden Länder. Ich freue mich über die breite, engagierte Teilnahme", so Csörgits. Die Gegeneinladung in den deutschen Bundestag ist bereits angekündigt. (Schluss) che/

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