Kompetent und gesund - Konstruktiver Umgang mit Belastungen für Frauen in der mobilen Pflege

Wien (OTS) - Anlässlich des internationalen Tages der Pflegenden am 12.5. wurde bei einem Pressehintergrundgespräch von abz*austria vor dem Hintergrund des Projekts abz*kompetent und gesund über den konstruktiven Umgang mit Belastungen für Frauen in der mobilen Pflege und Betreuung diskutiert. Mit der Aussage: "Die Statistik sagt uns, dass der Anteil von beschäftigten Frauen in der mobilen Pflege und Betreuung bei 90% liegt, trotzdem ist das Thema Pflege mehr als ein Frauenthema, es ist ein Managementthema und ein gesellschaftlich relevantes Thema", startet Manuela Vollmann, Geschäftsführerin von abz*austria in den spannenden Vormittag. "Außerdem interessieren sich vermehrt Frauen für Jobs in diesem Bereich, wie wir aus der Beratung wissen, somit geht es auch darum realistische Berufsbilder zu vermitteln", erläutert Vollmann ein Ausgangsmotiv von abz*austria, um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Die Projektleiterin von abz*kompetent und gesund, Ursula Morokutti erklärt, dass es neben dem Umgang mit Belastungen, vor allem darum geht, "die Anforderungen in diesem Bereich transparent zu machen." Diese sind sehr komplex und vielfältig und während der letzten Jahre auf Grund der steigenden Lebenserwartung, zunehmender Mehrfacherkrankungen und des erhöhten Zeitdrucks noch gestiegen. "Frauen, die im Bereich der mobilen Pflege und Betreuung arbeiten, haben eine Vielfalt an fachlichen, methodischen und sozialen Kompetenzen, die allerdings noch zu wenig Wertschätzung in der Gesellschaft erfahren", erläutert Morokutti.

Für Tamara Palkovich, Qualitätsmanagerin von Sozial Global liegt es auf der Hand, "dass die Qualität der Arbeit von MitarbeiterInnen, die gut mit Belastungen umgehen können und sich gesund fühlen, steigt". "Information, Kommunikation und Reflexion sind unglaublich wichtig, aber gleichzeitig auch die größte Herausforderung", so Palkovich weiter, denn "die MitarbeiterInnen im Außendienst müssen auch gut erreicht werden."

Brigitta Pöcksteiner, zuständig für den Bereich Qualitätskontrolle Heimhilfe bei den Wiener Sozialdiensten, weiß "wie wichtig es ist, dass man Menschen mag und vor allem Verantwortungsgefühl, einen guten Zugang zu Hygiene, Belastbarkeit und Flexibilität mitbringt, wenn man in diesem Job arbeiten will." In Ihrem Unternehmen wird deshalb bereits beim Bewerbungsgespräch besonderer Wert darauf gelegt ein realistisches Berufsbild zu vermitteln, denn "eine Heimhilfe gießt eben nicht nur die Blumen".

Evi Pohl-Iser, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin der Abteilung Hilfe und Pflege daheim beim Wiener Hilfswerk, ist das Thema Vielfalt besonders wichtig. "Beim Wiener Hilfswerk investieren wir mit einem Sprachenprojekt in Beziehungsarbeit. Wir haben die Sprachkompetenzen unserer MitarbeiterInnen erhoben, um unsere KlientInnen nach Möglichkeit in ihrer Muttersprache betreuen zu können."

Lidia Sikora ist diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin beim Wiener Hilfswerk und freut sich vor allem über den Erfahrungsaustausch mit KollegInnen aus den Berufsgruppen Pflegehelferin und Heimhelferin. "Es tut gut zu sehen, dass wir alle ähnliche Herausforderungen haben und gemeinsam nach Lösungen suchen", so Sikora. "Das Projekt abz*kompetent und gesund hat mich überzeugt, denn ich muss zugeben, am Anfang habe ich lediglich mit einem erholsamen Weiterbildungstag gerechnet", erklärt Sikora. Dabei haben sie besonders die praktischen Entspannungsübungen überzeugt, die sie mittlerweile auch schon Kolleginnen weiterempfohlen hat. Maria Wenninger, Heimhelferin bei Sozial Global findet es besonders gut, dass ihr Unternehmen vielfältige Arbeitszeitmodelle anbietet. "Das muss die Zukunft sein, denn durch diese Flexibilität, ist es mir möglich auch zwei Tage unter der Woche nicht zu arbeiten", erläutert Wenninger.

Warum das Thema Pflege und Betreuung oft ein ungeliebtes ist, liegt für Palkovich auf der Hand: "Damit beschäftigen sich viele Menschen erst, wenn Sie wirklich Unterstützung brauchen". Trotzdem sind sich alle Teilnehmerinnen des Presshintergrundgesprächs einig, muss mehr zum Thema Frauen und Pflege und Care Economy kommuniziert und informiert werden und dazu wollen sie auch zukünftig beitragen.

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