Berlakovich zu Bienengipfel: Gemeinsamer Schulterschluss zwischen Imker und Bauern erreicht

Für ein Verbot der Neonicotinoide

Wien (OTS) - Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich hat heute ins Lebensministerium zu einem Bienengipfel mit Vertretern der Imker, der Bauern und der Wissenschaft eingeladen. Berlakovich dazu:
"Ziel war es, die Diskussion um den Bienenschutz und den Einsatz von Neonicotinoiden zu versachlichen. Ich wollte eine bessere Lösung für alle Beteiligten, die auch die Akzeptanz der Bevölkerung findet. Das ist uns beim heutigen Bienengipfel gelungen.
Wir sprechen uns für ein Verbot der Neonicotinoide aus und unterstützen damit den Vorschlag der Europäischen Kommission".

Alternativen für Imker und die Landwirtschaft
Das Bienenprogramm des Lebensministeriums in Höhe von 2 Millionen Euro jährlich läuft seit Jahren erfolgreich. Berlakovich: "Die Bienen müssen mehr werden und nicht weniger. Deshalb soll das Programm ausgebaut werden." Für die Förderung von Biobienen soll es jährlich 500.000 Euro geben. Ein zusätzlicher Schwerpunkt soll künftig auch in der Bewusstseinsbildung liegen. Das Ziel ist, Kindern und Familien das Leben der Bienen näher zu bringen. "Deshalb wird das Schulungsprogramm für Volksschulkinder ausgebaut. Wir werden Imker in Schulen bringen und Schülerinnen und Schüler zu den Imkern bringen", sagt Berlakovich.
Auch für die Landwirtschaft hat man sich auf eine weitere Vorgehensweise geeinigt. "Es wird einen Beratungsschwerpunkt geben. Vor allem für die Kleinbauern, die Probleme mit der Fruchtfolge haben, brauchen wir Alternativen", sagt Berlakovich.

Die größte Gefahr besteht im GVO-Anbau, der derzeit die einzige Alternative zur Bekämpfung des Maiwurzelbohrers ist. "In Österreich sprechen wir uns ganz klar gegen den GVO-Anbau aus. Wenn die Nachbarländer aber darauf verzichten, kann auch in Österreich eine Verunreinigung nicht ausgeschlossen werden", warnt Berlakovich.

Im Laufe der Diskussion hat sich gezeigt, dass es für die Bienenverluste verschiedene Ursachen - unter anderem die Varroamilbe und Mangelernährung - gibt. "Alle Ursachen der Bienenverluste müssen erforscht werden. Ich habe dazu einen Forschungsauftrag erteilt. Darüber hinaus soll ein Wissenschaftergremium die vorhandenen Studien zusammenführen", erläutert Berlakovich.

Abschließend fasste Minister Berlakovich das erzielte Ergebnis zusammen:
Bienenprogramm weiterentwickeln
Bienengesundheitsprogramm erstellen
Forschung intensivieren - Schwerpunkte:
o Bienengesundheit
o Bienenzucht
o Umwelteinflüsse und Bienenbestand in Österreich
o Saatgutproduktion
Forschungsauftrag: Auswertung aller vorhandenen Studien um sämtliche Risiken zu erheben und auszuschließen Beratungsschwerpunkt für die Landwirtschaft
Ökologischer Schwerpunkt in der ländlichen Entwicklung Bewusstseinsbildung - Schulungsprogramm für Volksschulkinder ausbauen

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