ÖAAB-Tamandl: Ist die Gesundheit der Postler der FSG egal?

Trotz klarer Faktenlage stimmt die FSG gegen die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Post AG

Wien (OTS) - "Bei der FSG verwechselt man scheinbar Arbeitnehmerinnenvertreter mit Staubsaugervertretern, da sie durch ihre Ablehnung des Antrags auf Einbeziehung der tatsächlich erbrachten Arbeitsleistung in die Bemessung der Arbeitsplätze bei der Post AG, die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht vertreten sondern verkauft haben" zeigt sich Gabriele Tamandl, ÖAAB-FCG Fraktionsvorsitzende der Wiener Arbeiterkammer schockiert.

"In den letzten Jahren wurden die Rayone im Zustelldienst der Österreichischen Post AG unter Anwendung eines computerunterstützten Berechnungsmodells permanent vergrößert. Dieses Berechnungsmodell ist mit Zeitwerten für jede Tätigkeit hinterlegt, die jedoch keine rayonsspezifischen und geographischen Besonderheiten berücksichtigen, wohl aber die saisonalen Schwankungen im Jahresdurchschnitt abbilden sollen. Dem Berechnungsmodell ist es egal ob der Zusteller ständig bergauf und bergab muss, er wird mit einem Kollegen gleichgesetzt der zu ebener Erde arbeitet.", so Tamandl.

"Schon in den abgelaufenen Jahren haben händisch getätigte Zeitaufzeichnungen gezeigt, dass der Großteil der Zustellerinnen und Zusteller mit der berechneten Arbeitszeit nicht das Auslangen gefunden hat, doch das ist der FSG scheinbar egal", so Tamandl weiter.

"Bereits in den ersten Wochen des neu eingeführten Arbeitszeitmodells der Post AG hat sich gezeigt, dass die Zustellerinnen und Zusteller mit der ihnen rechnerisch ausgewiesenen Zeit bei weitem nicht auskommen. Die Spitzenreiter bezüglich Mehrstunden unter den Zustellerinnen und Zusteller weisen nach den ersten drei Monaten bereits mehr als 100 Plusstunden auf, und das obwohl wir uns in Durchschnittsmonaten befinden die ca. 30-50% unter dem Arbeitsaufkommen von arbeitsintensiven Monaten liegen", erklärt Tamandl.

"Es ist mir unverständlich wie sich die FSG den Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei der Post derart verschließen kann. Wir werden weiter dafür kämpfen, dass die Post AG die tatsächlich erbrachten Arbeitszeiten in die Bemessung der Arbeitsplätze mit einfließen lässt und darauf Bedacht nimmt, dass die tägliche Arbeit der Zustellerinnen und Zusteller im Durchschnitt in acht Stunden zu bewältigen ist.", so Tamandl abschließend

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