Bayr: Wir gedenken der Opfer des Nationalsozialismus und setzen Zeichen

"Fest der Freude" am Heldenplatz

Wien (OTS/SK) - SPÖ Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra Bayr hat heute Dienstag die Wichtigkeit von neugestalteten Feierlichkeiten zum 8. Mai bekräftigt. "Das ist der Tag der Befreiung Österreichs. Wir freuen uns über das Ende der Terrorherrschaft des Nationalsozialismus und über den ersten Schritt zurück zu einer demokratischen Republik", sagte Bayr am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Am Heldenplatz wird heuer erstmals das "Fest der Freude" begangen, bei dem die Wiener Symphoniker ein Gratiskonzert geben und Repräsentantinnen und Repräsentanten von Politik und Zivilgesellschaft ein Bekenntnis zu Demokratie und Antifaschismus ablegen werden. Damit sei der Heldenplatz kein Platz für "Geschichtsverdreher" und "Ewiggestrige". "An diesem Tag eine 'Niederlage' zu betrauern, grenzt an Zynismus und ist ein Hohn für die Millionen Opfer, die der Nationalsozialismus gefordert hat", sagte Bayr. Sie erinnerte auch daran, dass viele Österreicherinnen und Österreicher zu den Täterinnen und Tätern gehörten und so den Holocaust und die Shoah erst ermöglichten. "Wir können nicht ungeschehen machen, was passiert ist, aber wir können heute den Opferverbänden und den Nachkommen den Raum geben und die Agitation derer, die sich mit den Täterinnen und Tätern identifizieren, zurückdrängen", machte die Nationalratsabgeordnete klar und weiter:
"Auch wenn viele der heute in Österreich Lebenden keine Schuld für die geschehenen Greultaten und das systematische Morden trifft, so tragen wir doch alle dafür und dass Ähnliches nie wieder geschehen darf, eine gemeinsame Verantwortung. Das Gedenken am Mittwoch ist ein wichtiges Zeichen für und Bekenntnis zu dieser Verantwortung."

Bayr betonte, dass es keine rein historische Sichtweise auf die Mechanismen, die zu Verfolgung, Terror und Vernichtung geführt hätten, geben dürfe. "Der 8. Mai ist auch Anlass aufzuzeigen, dass Antisemitismus und Rassismus leider lange nicht besiegt sind und sogar wieder zunehmen. In Ländern wie Ungarn zeigt die Jobbik unter Duldung der FIDESZ ganz offenen Antisemitismus und Antiziganismus. Aber auch in Österreich versuchen führende Politiker mit antisemitischen Hetzkarikaturen Ressentiments zu bedienen und zu provozieren. Dem müssen wir uns auf allen Ebenen laut und klar entgegenstellen. Hier dürfen wir keinen Millimeter nachgeben", sagte Bayr. (Schluss) sn/mb

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0004