Vollversammlung der AK Wien: Kaske fordert mehr Respekt vor den Leistungen der ArbeitnehmerInnen - (1)

Wien (OTS) - "Es ist an der Zeit für wirksame Maßnahmen, um die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in Österreich anzukurbeln", so Rudi Kaske, Präsident der AK Wien in der heutigen Vollversammlung. Die große Herausforderung der nächsten Jahre sieht der AK Wien Präsident in der Bewältigung der Wirtschaftskrise. Er fordert mehr Respekt vor den Leistungen der ArbeitnehmerInnen und gezielte Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen für die Jungen ebenso wie die Älteren. Als neuen Vizepräsidenten der AK Wien wählte die Vollversammlung Erich Kniezanrek.

"Investitionen in den Arbeitsmarkt, in den sozialen Wohnbau, soziale Dienste wie die Pflege sind das Gebot der Stunde. Allein für den Ausbau und die Qualitätsverbesserung der Kinderbetreuung braucht es jährlich 100 Millionen Euro an Bundesmittel", so Kaske. Um die Schaffung alternsgerechter Arbeitsplätze zu sichern, fordert der Präsident mit Nachdruck die Einführung eines Bonus-Malus-Systems und begrüßt die Forderung des Sozialministers nach einer Beschäftigungsgarantie für ältere ArbeitnehmerInnen.

Auch die Ausbildung und Beschäftigung der Jungen ist Präsident Kaske ein wesentliches Anliegen. "Pauschale Verunglimpfungen der Lehrlinge von Seiten der Wirtschaft, wie wir sie nur zu oft zu hören bekommen, sind inakzeptabel und weise ich entschieden zurück. Die Unternehmen sind gefordert, den Lehrlingen eine Ausbildung mit Qualität zu bieten. Hier gibt es aber noch einen wesentlichen Nachholbedarf", so Kaske und fordert einen Qualitäts-Check in der Lehrausbildung.

Die Verteilungsgerechtigkeit bleibt weiterhin weit oben auf der Agenda der AK Wien. Kaske wiederholt seine Forderung nach einem fairen Beitrag von Vermögenden und Unternehmen. "Den Steuervermeidungsstrategien von Unternehmen und Großkonzernen muss ein Riegel vorgeschoben werden. Steuerbetrüger und Steuerhinterzieher dürfen nicht geschützt werden", so Kaske. Gleichzeitig lehnt der Präsident den Gesetzesentwurf zur GmbH-Reform entschieden ab, der nur "noch mehr Möglichkeiten für Sozialbetrug schaffen könnte".

Erich Kniezanrek, neuer Vizepräsident der AK Wien, geboren 1965, engagierte sich schon früh in der Gewerkschaftsbewegung. Kniezanrek ist Leitender Referent und Mitglied des Präsidiums der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten Kunst, Medien, Sport, freie Berufe. Seit 2009 ist er Kammerrat und Mitglied des Vorstandes der AK Wien. Als neues Vorstandsmitglied wurde Richard Suchl (Mitarbeiter der Stadt Wien) gewählt.

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