Verbot von Neonicotinoiden und weiteren hochproblematischen Stoffen wie Glyphosaten im zukünftigen Umweltprogramm gefordert

Wien (OTS) - Derzeit findet ein begrüßenswerter Stimmungswandel bei den politisch Verantwortlichen in Bezug auf den Einsatz von Neonicotinoiden statt.

Dieser darf aber nicht in reiner Wahlkampfrhetorik versanden, sondern muss sich in einer nachhaltig ökologisch ausgerichteten Agrarpolitik wiederfinden.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien aus Europa, den USA und Kanada beweisen die Bienenschädlichkeit neonicotinoid-basierter Beizmittel. Selbst wenn man die Ergebnisse der von der AGES (Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit) durchgeführten Studie MELISSA näher betrachtet, zeigt sich ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Bienenschäden und eingesetzten Beizmitteln. In unabhängigen Studien wurde eine Halbwertszeit für den Abbau der Neonicotinoide zwischen 277 und 1386 Tagen errechnet.

"Saubere Luft, sauberes Wasser und saubere Böden sind die Grundlagen für alles Leben auf dieser Welt. Dem muss eine zukunftorientierte Landwirtschaft in höchstem Maße Rechnung tragen", so BIO AUSTRIA Obmann Rudi Vierbauch. Die Bienen spielen eine entscheidende Rolle im Ökosystem, daher ist ihr Schutz auch besonders dringlich. Die Bio-Landwirtschaft beweist, dass es ohne den Einsatz von Neonicotinoiden geht. "Das ganzheitliche System der biologischen Landwirtschaft bietet sich als Lösung an: Durch die Einhaltung langjähriger Fruchtfolgen werden Schaderreger ohne Einsatz von Saatgutbeizmitteln hintangehalten," so Rudi Vierbauch. "Die Bio-Landwirtschaft auszubauen bedeutet somit auch, den Bienenschutz auszubauen."

BIO AUSTRIA sieht in dem kritischen Bewusstsein innerhalb der Bevölkerung die Chance, die Ökologisierung der Landwirtschaft rascher voranzutreiben und fordert die Umsetzung nachhaltiger bienenfördender Maßnahmen und den Ausbau der biologischen Landwirtschaft im nächsten österreichischen Agrarumweltprogramm (2014-2002). "Soll die Ökologisierung der österreichischen Landwirtschaft ernsthaft gefördert werden, darf sich das Umweltprogramm nicht auf Einzelmaßnahmen beschränken, sondern muss eine ganzheitliche Ausrichtung haben. Neonicotinoide und Glyphosate haben in einem Umweltprogramm nichts verloren! ", so Rudi Vierbauch.

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