Städtebund, ÖROK: Erster Österreichischer Stadtregionstag in Graz mit hochkarätiger Beteiligung

Wien (OTS) - Unter dem Motto "Erfolgsmodell Stadtregion - Gemeinsam mehr erreichen" steht in Graz der "1. Österreichische Stadtregionstag", bei dem heute Dienstag und morgen Mittwoch, 8. Mai 2013, hochkarätige Gäste erwartet werden; unter anderem Johannes Hahn, EU-Kommissar für Regionalpolitik und Stadtentwicklung.

Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Graz, Siegfried Nagl, eröffnen der Wiener Landtagspräsident Harry Kopietz als Vertreter des Österreichischen Städtebundes, Bürgermeister Erwin Dirnberger, Präsident des Steirischen Gemeindebundes, sowie Georg Schadt, Leiter der Abteilung Koordination, Raumordnung und Regionalpolitik, als Vertreter des Bundeskanzleramts die Tagung, die dem Erfahrungsaustausch von Akteuren und Betroffenen in den österreichischen Stadtregionen gewidmet ist.

Initiiert und konzipiert wurde die Veranstaltung von der im Rahmen der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) ins Leben gerufenen ÖREK-Partnerschaft "Kooperationsplattform Stadtregion".

Zum Stadtregionstag

Die Idee der Veranstaltung eines Österreichischen Stadtregionstags geht auf das aktuelle "Österreichischen Raumentwicklungskonzept (ÖREK) 2011" zurück. Neben der zentralen Ziel- und Aufgabenformulierung für die Österreichische Raumordnungspolitik bis 2020 wurde dabei das wesentliche Element der Umsetzung des ÖREK 2011 durch Arbeitsgruppen, sogenannte "Partnerschaften", festgehalten, bei denen die intergovernmentale Zusammenarbeit ein Hauptaugenmerk ist.

Zur Partnerschaft "Kooperationsplattform Stadtregion" schlossen sich im Jahr 2012 Vertreter des Bundes (BKA), der Länder (Niederösterreich, Steiermark, Vorarlberg, Wien), der Städte und Gemeinden sowie von Regionalmanagements mit dem Ziel zusammen, einen österreichweiten Erfahrungs- und Informationsaustausch zum Thema "Stadtregion" in Gang zu setzen und damit Stadtregionen stärker ins Bewusstsein zu rücken. Wertvolle Unterstützung erhält die Partnerschaft durch die Beteiligung von Stadt- und Gemeindevertretern, Regionalmanagern, der Wirtschaftskammer und weiteren ExpertInnen. Der Österreichische Städtebund betreut federführend im Rahmen der Umsetzung des ÖREK 2011 das Thema Stadtregion. Organisatorisch unterstützt wird die Partnerschaft von der ÖROK-Geschäftsstelle. Die Partnerschaft insgesamt ist eingebettet in die Strukturen der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK), womit eine breite Basis für das Aufgreifen der erarbeiteten Ergebnisse gegeben ist.

Internationale ExpertInnen in Graz:

Der Termin Anfang Mai 2013 ist mit der 56. Tagung des deutsch-österreichischen URBAN-Netzwerkes akkordiert, dessen Mitglieder, Vertreter deutscher Länder und Städte, ebenfalls am Stadtregionstag teilnehmen werden und für zusätzliche Diskussionsbeiträge aus Sicht unseres Nachbarlandes sorgen.

Auch der Keynote-Speaker, Axel Priebs, Erster Regionsrat der Region Hannover, gründet seine Erfahrungswerte auf der langjährigen Praxis in einer deutschen Metropolregion. Er schlägt in seinem Eröffnungsvortrag aber auch die Brücke zur Situation in Österreich.

Die Bedeutung des Erfolgs österreichischer Stadtregionen für die Europäische Union unterstreicht der Beitrag von Barbara Crome, die als Vertreterin der Europäischen Kommission über funktionale städtische Räume im Hinblick auf die EU-Strukturfondsperiode 2014 bis 2020 spricht.

Der 1. Österreichische Stadtregionstag steht unter dem Motto "Erfolgsmodell Stadtregion - Gemeinsam mehr erreichen!" und soll den Mehrwert der Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden in Stadtregionen herausstreichen. Kooperationen zwischen Gebietskörperschaften haben sich in Österreich mittlerweile in verschiedener Ausformung etabliert und werden auch durchwegs als wichtig angesehen, folgt man aktuellen Umfragen. Dennoch sind neben den organisatorischen und administrativen Aufwendungen Berührungsängste, Bedenken vor einem drohenden Identitäts- und Bedeutungsverlust oder vor Übervorteilung einzelner Städte und Gemeinden in einer regionalen Kooperationsgemeinschaft weiterhin ein Thema.

Neben internationalen Beispielen aus Basel und München, die jeweils in Doppelconferencen von Stadtregionsakteuren berichtet werden, erzählen auch österreichische Stadtregionen ihre Erfolgsgeschichten, wie zum Beispiel die gastgebende Stadt Graz gemeinsam mit der Gemeinde Feldkirchen, die mit dem aus EU-Mitteln geförderten URBAN PLUS-Projekt unter anderem Erfolge im Bereich Siedlungsentwicklung und Naherholung vorweisen können.

Anhand konkreter österreichischer Beispiele werden am zweiten Veranstaltungstag Praxiserfahrungen stadtregionaler Zusammenarbeit zu den fünf Themenbereichen "Smart City Region", Regionale Betriebsansiedlung, Nahverkehr, Baulandentwicklung und Naherholung präsentiert. Den Abschluss bilden Workshops, die sich der Frage "Was brauchen die Gemeinden und Regionen, damit stadtregionale Kooperationen funktionieren?" widmen und gleichzeitig einen Impuls für die weitere Arbeit der ÖREK-Partnerschaft setzen sollen.

"Immer mehr Menschen leben in Stadtregionen, der Zuzug ist weltweit sehr stark. Der 1. Österreichische Stadtregionstag bietet die besondere Chance zur Vernetzung zwischen Interessensvertretungen und Organisationen, politischen Akteuren, Fachpublikum und anderen Stakeholdern, um sich über dieses wichtige Zukunftsthema auszutauschen", so Thomas Weninger, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes.

Mehr Informationen unter: www.oerok.gv.at

Informationen über den Österreichischen Städtebund

Der Österreichische Städtebund ist die kommunale Interessenvertretung von insgesamt 246 Städten und größeren Gemeinden. Etwa 65 Prozent der Bevölkerung und 71 Prozent der Arbeitsplätze befinden sich in Österreichs Ballungsräumen.

Mitglieder des Städtebundes sind neben Wien und den Landeshauptstädten praktisch alle Gemeinden mit über 10.000 EinwohnerInnen. Die kleinste Mitgliedsgemeinde zählt knapp 1.000 EinwohnerInnen. Die Mitgliedschaft ist freiwillig. Der Österreichische Städtebund ist Gesprächspartner für die Regierung auf Bundes- und Landesebene und ist in der österreichischen Bundesverfassung (Art. 115 Abs.3) ausdrücklich erwähnt.

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