Sima zu Bienen: "Umdenken der ÖVP spät und überfällig!"

Wien fordert sofortiges Verbot aller Neonicotinoide österreichweit!

Wien (OTS) - "Spät, überfällig und absolut unglaubwürdig" ist der offensichtliche Schwenk der ÖVP in Sachen Bienen-Sterben, kommentiert Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima.

"Nach massiven Protesten und vor allem der Entscheidung auf EU-Ebene, die für die Bienen so giftigen Neonicotinoide zu verbieten, scheint nun auch in der ÖVP klar geworden zu sein, dass man mit dem Festhalten an den Gift-Mitteln am falschen Dampfer ist", so Sima. Während der sogenannte Umweltminister Berlakovich sich auf allen Ebenen gegen ein Verbot stark gemacht hat und sich somit auf die Seite der Chemie-Giganten gestellt hat, anstatt die Bienen zu schützen, schwenkt Parteichef Spindelegger nun um. "Niemand nimmt der ÖVP ab, dass sie inhaltlich nun auf Seiten der Bienen steht, sie gibt einzig dem öffentlichen Druck nach", so Sima. Sie fordert nun österreichweit ein umgehendes und dauerhaftes Verbot aller Neonicotinoide und die Forcierung der alternativen Methoden zur Bekämpfung der Schädlinge. Diese gibt es längst, andere EU-Staaten haben dies längst erkannt: Vielen Schädlingen kommt man am besten durch eine konsequente Fruchtfolge-Bewirtschaftung bei. So müssen z. B. die Landwirte im deutschen Bundesland Baden-Württemberg per Verordnung durch das Landwirtschaftsministerium nach zweijährigem Maisanbau im dritten Jahr einen Fruchtfolgewechsel durchführen.

Ein Verbot von neonicotinoid-haltigen Mitteln wie eben Maisbeize in der Landwirtschaft gefährdet die Agrarproduktion in keiner Weise. Für alle Einsätze sind wirksame biologische Alternativen zugelassen, verfügbar und in der Praxis bestens bewährt. Seit einigen Jahren sind nützliche Nematoden, das sind kleine Fadenwürmer, in Deutschland, Italien, Frankreich und auch in Österreich bereits im Einsatz. Die Nützlinge werden gleichzeitig mit dem Saatgut ausgebracht und parasitieren den gefährlichen Maiswurzelbohrer derart, dass er wenig später verendet. "Hier ist akuter Handlungsbedarf für einen Umwelt-und Landwirtschaftsminister, doch dieser versucht bis zu letzt mit fadenscheinigsten Ausreden, die Gifte zu verbieten. Er negiert sämtliche Studien, die eindeutig einen Zusammenhang zwischen Bienensterben und der Neonicotinoide belegen und hat sich als Umweltminister nun endgültig ins Out gestellt", so Sima abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Anita Voraberger
Mediensprecherin
Umweltstadträtin Mag.a Ulli Sima
Tel.: +43 1 4000 81353
Mobil: +43 664 16 58 655
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at
www.Ullisima.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0001