Kadenbach/Leichtfried: Bei Saatgut und Tierschutz ist jetzt EU-Parlament am Zug

SPÖ-Europaabgeordnete wollen Artenvielfalt erhalten und den Tierschutz durch Kontrolle und Vermeidung von Krankheiten verbessern

Wien (OTS/SK) - Die EU-Kommission hat heute Mittag den Entwurf für eine neue Saatgutverordnung vorgelegt, mit der insgesamt zwölf bestehende Saatgutrichtlinien, die teilweise noch aus den 1960er Jahren stammen, zusammengefasst und aktualisiert werden sollen. Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied sowohl im Gesundheits- und Umweltausschuss sowie im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, macht am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst klar: "Nachdem in den vergangenen Wochen vereinzelt Diskussionspapiere medial besprochen worden sind, freue ich mich, dass heute wie angekündigt der offizielle Vorschlag der EU-Kommission am Tisch liegt. Damit ist das EU-Parlament als Vertreterin der 504 Millionen europäischen Bürgerinnen und Bürger am Zug: Bereits morgen gibt es dazu ein Gespräch mit dem zuständigen EU-Kommissar Tonio Borg. Mir ist beim Saatgut der Erhalt der biologischen Artenvielfalt ein besonderes Anliegen. Diese sichert auch für Konsumentinnen und Konsumenten eine Vielfalt an Lebensmitteln und schafft vor allem auch die Voraussetzung zum Überleben der Bestäuberinsekten." ****

Kadenbach sieht sich, wenn man so will, als "Lobbyistin der Bürgerinnen und Bürger - jetzt gilt es im europäischen Gesetzgebungsprozess überbordende Interessen von Saatgutkonzernen zurückzuweisen".

Transparenz, Klarheit und Rückverfolgbarkeit sowie Kontrollen, die Sicherheit und Qualität garantieren, sollen Ziel der Reform sein, dürfen aber nicht zu einem Zertifizierungsmonopol der Agrarindustrie führen. SPÖ-EU-Delegationsleiter Jörg Leichtfried sagt: "Ich werde mich für die kleinen und mittleren Betriebe einsetzen, damit diese ohne übertriebene Kosten und Bürokratie ihr Saatgut verwenden, tauschen und handeln können. Dabei geht es um den Bestand einer jahrhundertelangen Tradition und Pflanzenkultur. Gleichzeitig muss auch die Lebensmittelsicherheit gewährleistet sein."

"Beim Tierschutz weiter vorankommen"

Bei den heute von der EU-Kommission ebenfalls vorgeschlagenen Regeln zur Tiergesundheit geht es unter anderem um Tiertransporte sowie die Kontrolle und Vermeidung von Krankheiten. "Auch in Zeiten einer Wirtschaftskrise dürfen wir nicht auf das Wohl der Tiere vergessen", sagt Karin Kadenbach. Jörg Leichtfried, Vizepräsident der Animal Welfare Intergroup des EU-Parlaments, will die Dauer von Tiertransporten weiter verkürzen und versucht insbesondere eine bessere Kennzeichnung zu erreichen. "Mehr Transparenz für die Kundinnen und Kunden ist hier ein wichtiger Teil, um beim Tierschutz weiter voranzukommen." (Schluss) bj/mp

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