FPÖ: Generation Praktikum - Entlohnung reicht oftmals nicht zum Leben

Soziale Selektion bei Praktikumsplätzen in Brüssel - RFS-Forderung nach kollektivvertraglicher Regelung für Praktika

Wien (OTS) - "Halbfertige Akademiker für billiges Geld" - so sieht die Realität vieler Praktikanten heute leider aus. Die vielzitierte prekäre Situation für Studenten, welche ein Praktikum absolvieren, beruht auf dem rechtlichen Graubereich, der sich vor allem in der Entlohnung bemerkbar macht. Immerhin 62 Prozent aller Studenten in Österreich müssten laut einer Studie ein Pflichtpraktikum absolvieren, der Verdienst reiche allerdings oftmals nicht einmal zum Leben - ein vergleichbarer Report aus Deutschland habe ein Durchschnittsgehalt von 290,- Euro pro Monat ermittelt, so Alexander Schierhuber, Bundesobmann und Spitzenkandidat des Rings freiheitlicher Studenten (RFS) heute im Rahmen einer Pressekonferenz mit FPÖ-MEP Franz Obermayr.

Laut schlüssigen Übermittlungen würden Praktikanten in Brüssel, im EU-Parlament als auch in der EU-Kommission, teilweise gar nicht bis kaum entlohnt, berichtet der freiheitliche EU-Mandatar Franz Obermayr. Dies betreffe auch die Büros namhafter Mandatare, wie Othmar Karas. Er spricht von einer "unbefriedigenden Situation, da kein Mindestgehalt festgesetzt" sei. Die begehrten und durchaus erfahrungsreichen Praktikumsplätze in Brüssel blieben somit einer Minderheit überlassen, die sich aufgrund ihrer familiären Situation einen derartigen Praktikumsplatz leisten könnten. "Das ist eine ungerechte soziale Selektion, die wir ablehnen", betont Obermayr. "Jemand, der in Brüssel ein Praktikum absolviert, soll nicht unter 1000,- Euro nach Hause fahren."

Besonders interessant sei, dass gerade dieser Vorschlag beim sozialdemokratischen Parlamentspräsidenten Schulz auf taube Ohren stoße. Es seien seinerseits keinerlei Änderungen der derzeitigen Regelung zu erwarten. "Mein diesbezüglicher Vorschlag, eine neue Regelung für einen Mindestkostenersatz zu finden, wurde von Schulz abgeschmettert", so Obermayr, der darin mangelndes Problembewusstsein sieht und sich fragt, wo bei den Abgeordneten, die kaum entlohnen, die soziale Verantwortung sei.

Schierhuber formuliert für den ÖH-Wahlkampf die Forderung für den RFS nach einer kollektivvertraglichen Regelung für Praktika mit einem festgesetzten Mindestlohn von 900,- Euro.

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