Schieder: Nur ein Mehr an Europa kann Krise überwinden

Brauchen echte gemeinsame Wirtschaftspolitik und funktionierenden Sozialstaat

Wien (OTS/SK) - "Die Finanzmärkte sind international vernetzt, das erfordert auch eine vernetzte Politik. Das wurde erkannt und in den vergangenen Jahren wurde auch einiges umgesetzt, wie zum Beispiel die Bankenunion, die Regulierung der Finanzinstitutionen und der Beschluss der Finanztransaktionssteuer", sagt Finanzstaatssekretär Andreas Schieder am Montag anlässlich der Podiumsdiskussion "Europa -was geht mich das an?" im Haus der Europäischen Union. ****

Zudem betont Schieder, dass Österreich ohne Europäische Union nicht so gut dastehen würde. Denn Österreich sei eine kleine Volkswirtschaft und zwei Drittel des heimischen Exports gingen nach Europa. Das sichere nicht nur die Produktion in Österreich, sondern auch Arbeitsplätze.

Dennoch räumt der Finanzstaatssekretär ein, dass Europa in vielen Bereichen noch nicht fertig gedacht sei. Dazu Schieder: "Wir brauchen eine echte gemeinsame Wirtschaftspolitik, um den Standort EU zu stärken. Denn mit bester Qualität, nicht mit niedrigsten Steuersätzen und Dumpinglöhnen gewinnen wir international. Das ist Europas USP."

Abschließend verweist Schieder auf das drängendste Problem: Die hohe Arbeitslosigkeit und die sozialen Probleme in den Krisenstaaten würden zeigen, wie wichtig es sei, den Sozialstaat in Europa zu sichern. "Kooperation und klare Mindeststandards im Sozialbereich in allen Mitgliedstaaten sind daher oberste Priorität", betont Schieder. (Schluss) ah/bj

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