Bures: Es zählt der Faktor Mensch, um mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzzungen zu gewährleisten

Im Vergleich zu 2007 ist 2012 die Anzahl des Todesopfer um 50 Prozent zurück gegangen

Wien (OTS/SK) - In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ÖBB-Holding-Vorstand Franz Seiser und dem Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, Othmar Thann, machte Verkehrsministerin Doris Bures heute, Montag, auf den morgigen europäischen Awareness-Day zur Sicherheit auf Eisenbahnkreuzungen aufmerksam. In Österreich werde viel getan, um Eisenbahnkreuzzungen sicherer zu gestalten. "Seit 2007 haben wir 56 Hotspots, also jene Kreuzungen mit der größten Unfallgefahr, entschärft. Wir nutzen eine Vielzahl an technischen Möglichkeiten, um standortspezifisch die beste Lösung zu finden." ****

Seit 2007 werden systematisch Unfälle an Eisenbahnkreuzzungen erfasst. Dabei sei zu erkennen, dass technische Maßnahmen zu einer deutlichen Entschärfung beigetragen haben. 2007 seien 191 Kollisionen mit 31 Todesopfern und 91 Verletzten registriert worden. Daraufhin seien die Eisenbahnkreuzzungen mit der höchsten Unfallwahrscheinlichkeit als Hotspots identifiziert und sicherheitstechnisch aufgerüstet worden. "Das zeigt deutlich Wirkung. 2012 gab es 140 Kollisionen mit 15 Toten und 82 Verletzten. Das ist deutlich weniger als 2007, aber natürlich ist jeder Tote und Verletzte einer zu viel. Deswegen braucht es hier permanent Maßnahmen, da das Risiko eines tödlichen Unfalls viel höher ist, wenn ein Zug involviert ist", sagt die Verkehrsministerin.

Es brauche aber dazu auch mehr Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung. "Der Faktor Mensch ist wichtig zur Vermeidung solcher Unfälle. Viele Menschen unterschätzen die Masse und die Geschwindigkeit von Zügen. Ein Auto hat bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h einen Bremsweg von 25 Metern, ein Güterzug benötigt bei gleicher Geschwindigkeit 400 Meter", führt Bures aus. Technische Maßnahmen entschärften zwar das Risiko, eine 100-prozentige Gewähr gebe es aber nicht. Deshalb sei zugleich die Bewusstseinsbildung so wichtig. "Es kommt, wie überall in der Verkehrssicherheit, auf den Faktor Mensch an. Wir nutzen alle technischen Möglichkeiten, aber es kommt auf jede Einzelne und jeden Einzelnen an, die Gefahren zu verringern." (Schluss) sn/che

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