FPÖ-Mölzer: Mit Saatgut-Verordnung überschreitet EU eine rote Linie

Internationale Agrarkonzerne sind Profiteure der geplanten Neuregelung - Renationalisierung der Landwirtschaftspolitik ist Ausweg aus Brüsseler Regulierungswut

Wien (OTS) - Der Brüsseler Vereinheitlichungswahn nehme eine neue Dimension an, sagte der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, zur heutigen Vorstellung der Saatgut-Verordnung durch EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg. "Wenn künftig traditionelle bäuerliche Saatgutsorten dem selben Zulassungsverfahren unterliegen sollen wie kommerzielles Saatgut, dann ist das ein Anschlag auf die Vielfalt, für den es keine sachliche Rechtfertigung gibt", kritisierte Mölzer.

Offenbar hätten die internationalen Agrarkonzerne in Brüssel erfolgreiches Lobbying betrieben, so der freiheitliche EU-Mandatar. "Denn die internationalen Agrarriesen sind die Profiteure der geplanten Neuregelung. Sie sollen den Markt völlig beherrschen, und Kleinbauern, wie sie in Österreich häufig anzutreffen sind, sollen in eine Abhängigkeit getrieben werden. Außerdem zeigt die Saatgut-Verordnung, dass sich Brüssel in immer mehr Lebensbereiche der Menschen einmischen will", hielt Mölzer fest.

Der einzige Weg, um der Regulierungswut der EU im Agrarsektor zu entgehen, sei eine Renationalisierung der Landwirtschaftspolitik", erklärte der freiheitliche Europaabgeordnete. "Nicht zuletzt deshalb, weil mit der Saatgut-Verordnung eine rote Linie überschritten wird. Nahrungsmittel dürfen nicht Spielball kommerzieller Interessen sein, vielmehr muss die Versorgung der Bevölkerung mit gesunden Lebensmittel im Mittelpunkt stehen", schloss Mölzer.

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