Lopatka: Klare Mehrheit für EU Mitgliedschaft und EURO

69% der Österreicher und Österreicherinnen wollen EU Kommissionspräsidenten direkt wählen

Wien (OTS) - "Gäbe es jetzt eine Volksbefragung, würde eine große Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher für die EU-Mitgliedschaft und für den EURO stimmen", so Staatssekretär Reinhold Lopatka. In der jährlich vom Außenministerium in Auftrag gegebenen GfK-Studie sprachen sich 59% der 1000 Befragten (Befragungszeitraum 11.-19. April 2013) gegen einen EU-Austritt und 62% gegen einen EURO-Austritt aus. "Damit sieht eine klare Mehrheit die Zukunft unseres Landes in der EU und im EURO", so der Staatssekretär.

Anders sieht es allerdings mit der Zufriedenheit über die Funktionsweise der EU aus.

"Die Studie zeigt, dass die EU als zu kompliziert und zu weit weg wahrgenommen wird (64%). Das hörte ich auch bei meinen Diskussionen mit Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen auf meiner DARUM EUROPA Tour vergangene Woche in Tirol und Salzburg. Die Menschen wünschen sich mehr Information und mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten. So sind 69% für eine Direktwahl des Kommissionspräsidenten. Die Nominierung von europaweiten Spitzenkandidaten für die Europaparlaments-Wahlen geht hier in die richtige Richtung", so Lopatka.

88% der Befragten meinen, dass "Europa in der Krise stärker zusammenarbeiten muss". Ein Austritt aus der Eurozone, wie er von manchen gefordert wird, ist jedoch das genaue Gegenteil davon. Die Folgen für die Arbeitsplatzsituation in Österreich, die Wirtschaft und das Sozialsystem wären äußerst negativ. Das belegt auch die jüngste IHS-Studie: 188.000 Arbeitsplätze würden bei einem Zerfall der EURO-Zone bis 2016 in Österreich verloren gehen.
"Die Meinung "raus aus dem EURO", die von Strache und Stronach vertreten wird, sehen nur 12% der Österreicherinnen und Österreicher als eine sehr gerechtfertigte Position."

Folgende Vorteile der EU wurden von den Befragten besonders geschätzt: Vergünstigungen bei Roaming-Gebühren und Handy-Tarifen (92 %), Frieden und Sicherheit (85%), die gemeinsame Währung (84%), der Binnenmarkt (79%) und die Vereinfachungen für Arbeit und Studium im Ausland (77%).

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