- 04.05.2013, 08:00:36
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"profil": Dörfler soll 2011 für Verzicht auf slowenische Amtssprache 500.000 Euro in Aussicht gestellt haben
Ex-Landeshauptmann: "Auch wenn eine Zahl gefallen sein sollte, es war ja kein Muss, sondern ein Angebot."
Utl.: Ex-Landeshauptmann: "Auch wenn eine Zahl gefallen sein sollte,
es war ja kein Muss, sondern ein Angebot." =
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Valentin Inzko, Diplomat und
Vorsitzender des Rats der Kärntner Slowenen, vor zwei Monaten eine
Sachverhaltsdarstellung bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft
eingebracht. Ex-Landeshauptmann Dörfler wird darin vorgeworfen, in
den Ortstafelverhandlungen im April 2011 die Vertreter der Kärntner
Slowenen gedrängt zu haben, auf die slowenische Amtssprachenregelung
in den Gemeinden St. Kanzian/Skocjan und Eberndorf/Dobrla zu
verzichten, und er habe dafür 500.000 Euro in Aussicht gestellt.
Anwalt Gabriel Lansky, der Inzko vertritt, begründet den "Verdacht
der Untreue" damit, dass "Steuergelder des Landes nicht dazu da sind,
um für derartige Tauschgeschäfte verwendet zu werden".
Der nunmehrige Bundesrat Dörfler erklärt gegenüber "profil": "Auch
wenn eine Zahl gefallen sein sollte, es war ja kein Muss, sondern ein
Angebot." Andere Teilnehmer der Verhandlungsrunde bestätigen, dass
Dörfler ein solches Angebot gemacht habe. Marjan Sturm,
Zentralverband der Kärntner Slowenen: "Ich sagte, wenn schon 500.000
Euro, dann jedes Jahr. Wir haben gelacht und abgelehnt." Bernhard
Sadovnig, Gemeinschaft der Kärntner Slowenen: "Wir haben das nicht
ernst genommen."
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