Neues Volksblatt: "Salzburger Fragen" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 4. Mai 2013

Linz (OTS) - Auch wenn stets betont wird, dass Landtagswahlen als Urnengänge unter den jeweils regionalen Besonderheiten zu sehen seien, hat die morgige Wahl in Salzburg natürlich auch bundespolitische Komponenten. Holt Wilfried Haslauer das bis 2004 schwarze Land für die ÖVP zurück, stellt die Volkspartei in der Landeshauptleutekonferenz wieder fünf Mitglieder. Die Mehrheit in diesem Gremium ist freilich mehr ein psychologisches Momentum; wenn's um die Länderinteressen geht, ziehen die Landeshauptleute ohnehin über die Parteigrenzen hinweg meist an einem Strang. Klar ist wohl auch, dass sich die Bundes-Chefs von SPÖ und ÖVP keine langwierigen Personaldebatten wünschen, einer von beiden wird aber nach dem Wahltag eine innerparteiliche Baustelle reparieren müssen. Schließlich wollen sowohl Haslauer als auch Burgstaller den Hut nehmen, wenn ihre Partei als Zweiter über die Ziellinie geht. Zeigen wird sich morgen auch, ob die Strache-FPÖ nach Kärnten und Tirol eine weitere Regional-Baustelle eröffnet und ob die Grünen das Potenzial aus den Umfragen abschöpfen können. Das Team Stronach wiederum würde mit einem Erfolg in Salzburg wohl den seltsamen Auftritt von Tirol kaschieren.
Die Salzburger indes wird wohl etwas ganz anderes interessieren (müssen): Schafft es eine wie auch immer zusammengesetzte neue Landesregierung, das Land aus der Finanzmisere zu führen?

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