VÖZ-Grünberger: "Presse- und Meinungsfreiheit kann nicht ohne Titel- und Meinungsvielfalt existieren"

Verlegerverband reagiert auf Kritik an Sujets zum Tag der Pressefreiheit

Wien (OTS) - Die Rezeption in diversen Digitalkanälen der gestern gestarteten Kampagne zum Tag der Pressefreiheit würde laut VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger die Notwendigkeit der Diskussion rund um die Funktion sozialer Medien und anderer digitaler Plattformen verdeutlichen. "Österreichs Zeitungen und Magazine sind auf allen digitalen Kanälen aktiv. Die aktuelle Kampagne stellt die Funktionalität der verschiedenen Kanäle und Plattformen dar. Die Erregung mancher, die nur allzu gerne den Abgesang auf die Zeitungsindustrie anstimmen, ist einerseits durchschaubar und ändert nichts an der unverzichtbaren Funktion, die Zeitungen und Magazine für unsere Demokratie haben. Andererseits ist die Diskussion ein schöner Beweis für die Interdependenz klassischer und digitaler Medien."

Dem Verband Österreichischer Zeitungen gehe es bei dieser Kampagne um eine deutliche Abgrenzung: "Zeitungen und Magazine sind der Garant für unabhängige und ausgewogene Berichterstattung. Soziale Medien bieten die Möglichkeit des Meinungsaustausches und der fragmenthaften Information. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Dies kam auch im Text des Inserates klar zum Ausdruck."

Soziale Netzwerke würden darüber hinaus die Meinungsvielfalt nicht zwingend befördern: "Nur weil virtuelle 'Freunde' oder Follower in einem Netzwerk uniform eine Meinung vertreten, heißt das nicht, dass es keine anderen Meinungen gibt. Unabhängige Zeitungen und Magazine geben unterschiedlichen Standpunkten Raum, damit sich der Leser eigenständig eine Meinung bilden kann. Gerade in einer Gesellschaft für deren Eltern- oder Großelterngeneration die Pressefreiheit alles andere als selbstverständlich war, ist es wesentlich an den Wert der Meinungsfreiheit zu erinnern. Presse- und Meinungsfreiheit kann nicht ohne Titel- und Meinungsvielfalt existieren", zeigte sich der VÖZ-Geschäftsführer überzeugt.

Mit den Sujets will der VÖZ eine Diskussion rund um die Verlässlichkeit, Unabhängigkeit und Ausgewogenheit von Informationen in unterschiedlichen Medienkanälen anstoßen: "Während Zensoren in machen Ländern unliebsame Textstellen mit schwarzen Balken unkenntlich machen, findet Zensur im Web im Verborgenen statt. Wenn undurchsichtige Suchalgorithmen oder gar Sponsoring bestimmen, welche Informationen zum Nutzer gelangen und welche nicht, gilt es wachsam zu sein und dies aufzuzeigen."

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