Der ORF feiert "Muttertag": Umfassendes Fernseh- und Radioprogramm rund um den 12. Mai

Vom Kultfilm "Muttertag" über "kreuz und quer" mit "Babys auf Vorrat", "Frisch gekocht" und "Hallo okidoki" bis zu Muttertagsüberraschungen bei "Willkommen bei Carmen Nebel"

Wien (OTS) - Mütter, Großmütter und Urgroßmütter, sie alle werden am Muttertag, heuer am 12. Mai, besonders geehrt: Mit einem umfassenden Programmangebot rund um die Themen - werdende Mütter, köstliche Muttertagsrezepte, Muttertagserinnerungen, Wissenswertes zum Feiertag, Jahrhundertfrauen und Kultfilm - widmet sich der ORF in zahlreichen Sendungen und Beiträgen in TV und Radio, von Sonntag, dem 5. Mai, bis Sonntag, dem 12. Mai 2013, diesem besonderen Festtag. So steht bereits eine Woche vor dem Muttertag die Rubrik "Uschi gräbt um" in der Sendung "Natur im Garten" ganz im Zeichen des Feiertages:
Mit einem dreigängigen Taubnessel-Kräutermenü zaubert Uschi ein Essen für das Muttertagsfest. In den "kreuz und quer"-Dokumentationen "Babys auf Vorrat" und "Vater-Mutter-Kind - Teenies werden Eltern" steht die Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für ein Kind im Vordergrund. Zwischen Eigenverantwortung und "ungewöhnlichen" Methoden wie eingefrorenen Eizellen, zeigen die Berichte das Leben unterschiedlicher Frauen auf. "Thema" befasst sich mit dem Kampf ums Kind, Besuchsregelungen und dem Sorgerecht. Die "heute"- Magazine widmen sich einer Mutter, die versucht, sich von ihrem Kind abzunabeln und einer Ausstellung, die hinterfragt, wie der Muttertag entstanden ist, und wie sich dieser besondere Tag im Laufe der Jahre verändert hat. Außerdem ist Alfons Haider gemeinsam mit seiner Mutter zu Gast in "heute Leben", um sein neues Hörbuch "Alles Mama" vorzustellen. Auch die Kinder stellen sich in den Muttertags-Dienst und zeigen in "Frisch gekocht" ihre Kochkünste bei Schweinslungenbraten und Mohngugelhupf. In "Hallo okidoki" präsentieren die Jüngsten, warum gerade ihre Mama die Beste ist, und mit welchen besonderen Muttertagsüberraschungen sie bereits ihren Müttern eine Freude bereitet haben. Bei Barbara Karlich wird eifrig über die Frage diskutiert, ob der Muttertag ein wichtiger symbolischer Tag, oder doch eine reine Alibi-Aktion ist? Carmen Nebel sorgt für musikalische Unterhaltung am Vorabend des Muttertags und begrüßt ihr Publikum live aus Klagenfurt. Der Kultfilm "Muttertag" steht ebenfalls auf dem Programm und gibt einen wunderbar komischen Einblick in das Leben einer typisch wienerischen Familie am Muttertag. Direkt am Festtag porträtiert die "matinee" das Leben der "Jahrhundertfrau - Elisabeth Heller". Maggie Entenfellner besucht in Wien einen Bio-Bauernhof und die beiden "dok.filme" thematisieren in "Frauen in der Armee" und "Soldatinnen Gottes", ein von Gewalt und Tod bestimmtes Leben.

Auch das Radio ehrt die Mütter in einer besonderen Weise: In Ö1 liest Erwin-Steinhauer-Gedichte, Briefe und Tagebuchnotizen von Erich Kästner an seine Mutter. Hitradio Ö3 betrachtet von 8. bis zum 12. Mai den Muttertag aus einem anderen, ungewöhnlichen Blickwinkel: "Am Muttertag mach' ich der Mama Frühstück. Aber nicht nur am Muttertag. Jeden Tag."

Die Sendungen im Detail:

"Natur im Garten" (Sonntag, 5. Mai, 15.25 Uhr, ORF 2)

Uschi stellt ein dreigängiges Taubnessel-Kräutermenü vor, unter anderem mit einem schmackhaften Frühlingssalat, einem köstlichen Brotaufstrich und einer leckeren Nachspeise. Der Buchtipp der Sendung "Geschenke aus der Natur" (Kosmos Verlag) stellt Dekorationsideen, Rezepte, Mitbringsel und Geschenke aus der Natur vor. Man findet unter anderem darin die Anleitung zu einem Gänseblümchenöl und zu einem Körperpeeling aus Birkenblättern und Zucker.

"heute leben" (Montag, 6. Mai, 17.30 Uhr, ORF 2)

Florist Wolfgang Keck-Rauber wird live im Studio Blumenideen für den Muttertag zeigen.

"Thema": "Streit ums Kind - gefangen im Behördendschungel" (Montag, 6. Mai, 21.10 Uhr, ORF 2)

"Ich fühle mich nicht gehört und alleingelassen", sagt Alexandra Lengyel. Ihre vierjährigen Zwillinge wurden im Juni 2012 zum Vater gebracht. Seither hat sie ihre Kinder insgesamt sechs Monate lang nicht gesehen. "Man weiß nicht, was man tun soll", klagt Michael Schuheker. Seine Frau ist von einem Tag auf den anderen mit der gemeinsamen zweijährigen Tochter nach Kärnten übersiedelt. Im Kampf um Besuchsregelung und Sorgerecht haben Frau Lengyel und Herr Schuheker wie Tausende getrennte Elternpaare Hilfe bei Jugendamt und Gericht gesucht. Doch seither ist alles nur noch schlimmer geworden. Jeder Schritt im Verfahren zieht sich über Wochen und Monate - viel Zeit, in denen sich die Kinder von ihren allein gelassenen Elternteilen entfremden. Obwohl doch alles zum Kindeswohl geschehen soll. "Hätten wir früher miteinander geredet", meint Michael Schuheker heute, "wären wir vielleicht gar nie in diese Situation gekommen". Damit trifft er den Nagel auf den Kopf. Denn - so das Resümee von Rike Fochler und Markus Stachl - die Erwartung an Ämter, das Leben von Familien zu reparieren, geht meist nicht in Erfüllung. Und die aufreibenden Verfahren schaden einem am meisten: dem Wohl des Kindes.

"kreuz und quer": "Babys auf Vorrat" (Dienstag, 7. Mai, 22.30 Uhr, ORF 2)

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Kind? Eine Frage, die sich viele Frauen stellen. Sie wünschen sich zwar Kinder, doch nicht gleich. Ausbildung, Beruf und Karriere haben Vorrang, oder sie haben noch nicht den richtigen Partner gefunden, um Nachwuchs in die Welt zu setzen. Bis vor kurzem hatten Frauen nur begrenzt Zeit für diese Entscheidung, denn ihre Fruchtbarkeit endet meistens Mitte vierzig. Die niederländische Filmemacherin Marieke Schellart wählte einen -derzeit in Europa noch recht ungewöhnlichen - Weg, um dem Ticken der biologischen Uhr zu entgehen: Sie ließ sich Eizellen entnehmen und für eine künftige Verwendung tiefgefrieren. In ihrer Dokumentation "Babys auf Vorrat" schildert sie ihre Gründe für diese medizinisch längst machbare, doch ethisch höchst umstrittene Methode.

"kreuz und quer: "Vater-Mutter-Kind - Teenies werden Eltern" (Dienstag, 7. Mai, 23.25 Uhr, ORF 2)

Obwohl Jugendliche heutzutage einen problemlosen Zugang zu Verhütungsmitteln haben, werden dennoch jedes Jahr minderjährige Mädchen ungewollt schwanger. Österreich ist bei der Zahl der Teenager-Schwangerschaften in Europa an dritter Stelle. 12 von 1.000 Schwangeren sind zwischen 15 und 19 Jahren, besagt eine Studie aus dem Jahr 2007. Nora, Katrin und Angelique beispielsweise sind so genannte Teenagermütter, die sich - obwohl sie ungewollt schwanger wurden - für ihr Kind entschieden haben und so von einem Tag auf den anderen in ein Spannungsfeld zwischen Jugendlichkeit und Erwachsensein, zwischen Verantwortlichkeit und Unabhängigkeitsstreben geraten sind. Die Reportage gibt Einblicke in das Leben der jungen Mütter und thematisiert auch die Auswirkungen, die eine "übersexualisierte" Gesellschaft auf Kinder, die immer früher in die Geschlechtsreife kommen, mit sich bringt.

"heute leben" (Mittwoch, 8. Mai, 17.30 Uhr, ORF 2)

Als "Polly Adler" hat sie bisher sieben Bücher verfasst, war Titelfigur einer Fernsehserie - und ist das Alter Ego von Autorin Angelika Hager. Wie ihre Romanheldin, ist Hager alleinerziehende Mutter - und darüber hat sie jetzt ihr neues Buch geschrieben "Adieu Fortpflanz". Rechtzeitig vor dem Muttertag spricht die Autorin in "heute leben" über die "Abnabelung" der Tochter und die damit verbundenen Schwierigkeiten.

"heute mittag" (Freitag, 10. Mai, 13.15 Uhr, ORF 2)

"heute mittag" berichtet über die Ausstellung im Volkskundemuseum Wien zum Thema "Produkt: Muttertag" und spricht mit der Expertin Univ. Prof. Dr. Birgit Bolognese-Leuchtenmüller (Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien), die intensiv bei der Ausstellung mitgearbeitet und gemeinsam mit anderen einen Katalog dazu herausgegeben hat. Wir gehen der Frage nach: Woher kommt der Muttertag, wie ist er entstanden und wie sieht man ihn heute?

"Frisch gekocht mit Andi und Alex" (Freitag, 10. Mai, 14.00 Uhr, ORF 2)

Raphael Zenaty (13 Jahre alt) und seine kleinere Schwester Hannah Zenaty (11 Jahre alt) bereiten jeweils ein Gericht zu, mit dem sie ihre Mutter am Muttertag verwöhnen möchten. Raphael verrät sein Rezept für Schweinslungenbraten mit Safranreis und Gemüse und Hannah bäckt einen Mohngugelhupf. Die Gastgeber Andi und Alex assistieren den beiden Nachwuchsköchen dabei.

"Die Barbara Karlich Show: Muttertag - darauf bestehe ich" (Freitag, 10. Mai, 16.00 Uhr, ORF 2)

Der Muttertag hat seinen Ursprung in der anglo-amerikanischen Frauenbewegung und entwickelte sich rasch zu einem weltweit zelebrierten Feiertag. Barbara Kahrlichs Gäste diskutieren darüber, ob der Muttertag ein wichtiger symbolischer Tag ist, um Mütter zu ehren, oder eine reine Alibi-Aktion?

Unter anderem im Studio:

Andreas, 26, Student & Marketingassistent aus Niederösterreich sieht den Muttertag als sehr wichtig an. "An diesem Tag wird die Mama symbolisch geehrt für das ganze Jahr", sagt er und erzählt: "Meine Mutter arbeitet 30 Stunden und organisiert zusätzlich fast drei Haushalte. Am Muttertag wird sie entlastet." Für ihn ist dieser Tag ein Zeichen dafür, dass er seine Mutter schätzt und er stellt daher fest: "Ich verstehe nicht, wie man eine ablehnende Haltung zum Muttertag haben kann. Auch wenn es eine Erfindung der Wirtschaft ist, so mache ich es freiwillig." Er sieht mütterliche Arbeit zudem als Ehre an, die man nicht bezahlen kann. "Woher das Geld nehmen", fragt er. "Für ein Ehrenamt bekommt man nichts."

Elenora, 80, Pensionistin aus der Steiermark sieht diesen Tag als reine "Augenauswischerei" und meint: "Viel wichtiger wäre, sich wirklich über den Wert von Müttern Gedanken zu machen." Eleonora war als Mutter auch berufstätig und hat festgestellt: "Viele gut ausgebildete Frauen entscheiden sich gegen Kinder, weil man Kinder und Beruf nicht unter einen Hut bringen kann - oder sie entscheiden sich für die Familie, vernachlässigen ihre eigenen Talente und Bedürfnisse und geben ihre Selbständigkeit auf." Sie fordert daher:
"Mütter sollten ein Gehalt bekommen, dann hat Muttersein einen Wert." Trotz aller Skepsis sagt sie: "Der Muttertag ist aber gut für kleine Kinder, weil sie damit ein Bewusstsein entwickeln."

"heute leben" (Freitag, 10. Mai, 17.30 Uhr, ORF 2)

Konditormeister Herwig Gasser wird live im Studio Tipps für eine Muttertags-Torte zeigen. Außerdem ist Alfons Haider mit seiner Mutter Anni zu Gast im Studio und präsentiert sein erst kürzlich erschienenes Hörbuch "Alles Mama".

"Hallo okidoki" (Samstag, 11. Mai, 09.10 Uhr, ORF eins)

Vier Generationen verbringen einen Tag gemeinsam und erzählen über die "beste Mama der Welt". Mädchen zwischen acht und zwölf Jahren, Mutter, Oma und Uroma erzählen davon, was sie an ihrer Mutter schätzen, warum sie sich so gut aufgehoben fühlen, was ihre liebsten Muttertags-Erinnerungen sind (gelungene Überraschungen, etc.) und was ihre Mama so besonders macht.

"Willkommen bei Carmen Nebel" (Samstag, 11. Mai, 20.15 Uhr, ORF 2)

Saisonausklang für "Willkommen bei Carmen Nebel": Am Samstag, dem 11. Mai 2013, verabschiedet sich Carmen Nebel live um 20.15 Uhr aus Klagenfurt in die Sommerpause. Und weil am 12. Mai Muttertag ist, lädt die Entertainerin am Vorabend ein Staraufgebot der Extraklasse zur "Show zum Muttertag" ein: Darunter auch zahlreiche heimische Künstler/innen wie Andreas Gabalier, Andy Borg, das Nockalm Quintett, Nik P., Christina Stürmer, Rainhard Fendrich und Markus Wohlfahrt. Außerdem mit dabei sind der französische Weltstar Mireille Mathieu, die Schlagerstars Nicole und Francine Jordi, Albano Carrisi aus Italien, die Kultband The Sweet und das Deutsche Fernseh-Ballett sowie das Ensemble des Musicals "Natürlich blond".
Doch nicht nur Stars, sondern auch Mütter der Stars sind zu Gast bei Carmen Nebel. Und wie gewohnt wird Carmen Nebel auch dieses Mal wieder jede Menge Überraschungen und emotionale Momente präsentieren.

"Muttertag" (Samstag, 11. Mai, 22.40 Uhr, ORF eins)

Von Harald Sicheritz, Roland Düringer, Alfred Dorfer und Peter Berecz: Die Familie Neugebauer lebt in einer Siedlung am Stadtrand von Wien. Vater Edwin (Reinhard Nowak), der den Seitensprung mit einer Kollegin (Eva Billisch) noch nicht verkraftet hat, bereitet sich auf den Muttertag vor. Ebenso der Sohn Mischa (Alfred Dorfer), der seiner Mutter ein elektrisches, tödliches Küchenmesser bastelt. Der Opa (Roland Düringer) versucht seiner Abschiebung in ein Heim zu entgehen, indem er die Ersparnisse dem Tierschutz spendet. Keiner ahnt, dass die kleptomanisch veranlagte Mutter (Andrea Händler) als Ladendiebin gesucht wird.

"Matinee: Die Jahrhundertfrau - Elisabeth Heller" (Sonntag, 12. Mai, 09.05 Uhr, ORF 2)

Als "beste Gelassenheitslehrerin der Welt" bezeichnete sie ihr Sohn André Heller in einer Weihnachtskarte. Die 98-jährige Elisabeth Heller besticht durch eine pragmatische Weltsicht, die ihm so ganz und gar zu fehlen scheint. Elisabeth Hellers Leben offenbart ein Kaleidoskop aus hundert Jahren österreichischer Geschichte:
aufgewachsen in "gutem Hause", landverschickt als Kind im 1Ersten Weltkrieg, als betörende Schönheit geheiratet von einem doppelt so alten Mann in der Zwischenkriegszeit. Häusliches Berufsverbot ("eine Heller arbeitet nicht") und das Leben an der Seite eines versponnen-verträumten Zuckerlfabrikanten. Mit der "Arisierung" der familiären Existenzgrundlage und Demütigungen gegen ihren jüdischen Mann erlebt die Katholikin was es heißt, in einer Nazi-Diktatur zu leben. Mit fast 50 Jahren probt sie den Aufstand und arbeitet doch:
in einem noblen Mode-Atelier. Mit 80 verpfändet sie ihr Haus und ihren Schmuck, denn Sohn Franz, der sich jetzt André nennt, hat eine gute Idee, die er auf die Bühne bringen will. Eine "matinee" voller Reflektionen, tiefen Einsichten und vielversprechenden Aussichten einer Jahrhundertfrau.

"Zurück zur Natur" (Sonntag, 12. Mai, 17.05 Uhr, ORF 2)

Maggie besucht in Wien einen Bio-Bauernhof:Frisch geschlüpfte Ferkel sind zu sehen, eine Fahrt in den Weinberg, um Reben zu befestigen, ein Besuch im Presshaus, wo der Wein verkostet wird und die Zubereitung eines Schmerstrudels nach Altwiener Rezept. Weiters gibt es in der Muttertags-Sendung eine Zeitreise bei einem kleinen Uhrmacher, der 250 Jahre Tradition aufrecht hält und antike Uhren repariert - und zu einem Kutschenbauer, dem alte Selchkutschen und Jagdwagen gehören. Zum Abschluss wünscht Maggie noch einen schönen Muttertags-Abend.

"dok.film": "Darf ich noch lächeln? Frauen in der Armee" (Sonntag, 12. Mai, 23.05 Uhr, ORF 2)

Ein packender Dokumentarfilm berichtet über junge Frauen, die in der israelischen Armee ihren Dienst leisteten. Was sie hier erlebt haben, hat sie zutiefst geprägt und verändert, ihre Träume und Hoffnungen auf ein gerechtes Leben zerstört und sie zu traurigen, teils zynischen, verletzten Personen gemacht. In eindringlichen Szenen und sehr intimen und bewegenden Interviews zeigt der Film, wie die tägliche, kriegerische Auseinandersetzung die Frauen auch Monate, Jahre später nicht loslässt.

"dok.film": "Soldatinnen Gottes - Die Frauen der Hamas" (Sonntag, 12. Mai, 00.05 Uhr, ORF 2)

Regisseurin Suha Arraf, Feministin und Palästinenserin mit israelischem Pass, hat vier Frauen der Hamas - alle Mütter, Schwestern oder Ehefrauen von Selbstmordattentätern - in ihrem Alltag begleitet und beobachtet. Es ist ihr gelungen, Eiblick in die geschlossene Gesellschaft dieser Frauen zu erhalten. In ihrem Dokumentarfilm fragt sie danach, was dazu führt, ein von Gewalt und Tod bestimmtes Leben mit Sinn zu versehen, gar die eigenen Söhne zu opfern.

Ö1: "Du holde Kunst - Wir beide sind uns das Wichtigste" (Sonntag, 12. Mai, 08.15 Uhr)

Erwin Steinhauer liest Gedichte und Tagebuchnotizen von Erich Kästner sowie dessen Briefe an seine Mutter. "Ich gehöre wirklich nicht zu denen, die erst zu spät bemerken, was eine Mutter bedeutet", schrieb Erich Kästner 1926 - er war damals 27 Jahre alt - an seine Mutter Ida. Zeit seines Lebens hatte er eine besonders innige Beziehung zu ihr und war bestrebt, sie stets seiner Liebe zu versichern. Fast täglich schrieb er ihr, häufig schickte er mit den Briefen "Scheinchen" und, wie es damals nicht unüblich war, wanderte auch die Wäsche zum Waschen zwischen "Muttchen" und dem "ollen Jungen" hin und her.

"Wenn das Kind die Mama pflegt" - ein Infoschwerpunkt rund um den Muttertag im Hitradio Ö3

Fast 43.000 Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 18 Jahren pflegen Familienmitglieder, meist ihre Mutter. Im Schnitt sind sie 12,5 Jahre alt - fast 70 % davon sind Mädchen. Sie erleben tagtäglich Situationen und Momente, die für Kinder ungewöhnlich sind, oft schwierig und überfordernd. Sie machen sich Sorgen, sind müde, haben Schuldgefühle und Verlustängste. Die Kinder spüren aber auch positive Momente, eine besondere Bindung und Wertschätzung, schlicht eine spezielle Aufgabe. Diesen verborgenen Alltag holt Ö3 rund um den Muttertag aus der Tabuzone - macht diese Lebensumstände mit Betroffenen, deren Umfeld, Expertinnen und Experten zum Thema. Kinder und Jugendliche erzählen: "Ich pflege meine Mama - und so schaut mein Alltag aus: Was macht mich stolz, was traurig, wann fühle ich mich stark, wann ohnmächtig und überfordert." Junge Erwachsene berichten von ihren Erfahrungen als pflegende Kinder: "Ich habe meine Mama gepflegt - so hat es mein Leben geprägt." Und Expertinnen und Experten aus den verschiedensten Fachgebieten schätzen die Situation ein, thematisieren bereits vorhandene Formen von Unterstützung und Hilfe und formulieren Notwendigkeiten für die Zukunft.

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