Anschober: Verzögerungsstrategie von Berlakovich bei Maßnahmen gegen Bienensterben wird unerträglich

Umweltministerium vom Landwirtschaftsministerium trennen und mit starken Kompetenzen ausstatten

Linz (OTS) - Seit Jahren schiebt Umweltminister Berlakovich die notwendigen Maßnahmen gegen das Bienensterben auf die lange Bank. Dabei liegen die Informationen und wissenschaftliche Erkenntnisse längst vor, ebenso zeigen andere Regionen wie eine Ausbreitung des Maiswurzelbohrers umweltverträglich unterbunden werden kann. Etwa das grün regierte Baden Württemberg, wo ein einjähriges Anbauverbot für Mais auf Flächen gilt, wo der Käfer gefunden wurde und Mais in der Fruchtfolge bezogen auf 3 Jahre zweimal angebaut werden darf.

Der Landessprecher der Grünen OÖ, LR Rudi Anschober: "Das heutige Interview mit Berlakovich im ORF-Mittagsjournal macht nach der Abstimmungspeinlichkeit auf EU-Ebene die Untätigkeit aber vollends untragbar: neuerlich will Berlakovich eine Arbeitsgruppe einsetzen! Die Verzögerungsstrategie soll also fortgesetzt werden. Das darf nicht hingenommen werden, jetzt braucht es parlamentarische Mehrheiten für Bienenschutz."

Anschober abschließend: "Der Fall zeigt glasklar zweierlei: dass Österreich in den vergangenen Jahren längst die Rolle eines Vorreiters in Umweltfragen verloren hat und mittlerweile in vielen Bereichen eines der Schlusslichter in der EU ist. Und zweitens, dass es längst überfällig ist, Agrar- und Umweltressort zu trennen und ein zukünftiges Umweltressort mit starken Kompetenzen - etwa im Energiebereich und beim Wasserschutz (und damit den Pestiziden) -ausgestattet werden muss."

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