WKÖ-Schneider: Konjunktur schwächt sich ab - Wachstumsimpulse und dringend notwendige Reformen umsetzen

Für 2013 erwartet die Europäische Kommission für die Eurozone einen Rückgang des BIP um 0,4% und für die EU um 0,1%

Wien (OTS/PWK282) - "Europa benötigt rasche, zielgerichtete und intelligente Maßnahmen, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen und die Arbeitslosigkeit nachhaltig zu senken", erklärt Christoph Schneider, Leiter der Abteilung für Wirtschaftspolitik der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), anlässlich der heute veröffentlichten Frühjahrsprognose der Europäischen Kommission. "Gleichzeitig müssen wir Europas kleinen und mittleren Unternehmen den Rücken stärken, denn ohne KMU sind nachhaltiges Wachstum, die Erholung des europäischen Arbeitsmarktes und der Abbau der Jugendarbeitslosigkeit nicht denkbar." Für das Jahr 2013 erwartet die EU-Kommission für die Eurozone einen Rückgang des BIP um 0,4% und für die EU um 0,1%. Das BIP-Wachstum soll im zweiten Halbjahr schrittweise wieder positive Werte erreichen und 2014 stärker Fahrt aufnehmen. Die Arbeitslosigkeit in der EU klettert 2013 mit 11,1% auf ein Rekordhoch. Österreich bleibt mit 4,7% das Land mit der niedrigsten Arbeitslosenrate aller 27 EU-Staaten.

Trotz niedriger Zinsen betont die Kommission die Fragmentierung der Kreditmärkte und die strengere Kreditvergabe in einigen Länder der Eurozone: "Der langsame und bürokratische Zugang zu Finanzmitteln ist eines der Hauptprobleme der Unternehmen - v.a. von KMU - auf ihrem Weg aus der Krise, denn nur Investitionen sichern zukünftige Produktivität, Umsätze und Arbeitsplätze", so Schneider. Die Stärkung von Garantieinstrumenten - wie im EU-Finanzrahmen 2014-2020 vorgesehen - sei ein Schritt in die richtige Richtung, wobei die WKÖ einen noch stärkeren Ausbau von Haftungen für notwendig hält.

Österreich steht zwar im Vergleich mit den anderen noch gut da, kann sich aber der europäischen Großwetterlage immer weniger entziehen: Das Wirtschaftswachstum wird sich gemäß Prognose 2013 auf 0,6% abschwächen, nach 0,8% 2012. Daher müssen aus WKÖ-Sicht dringend Stimuli gesetzt werden: Mit dem Handwerkerbonus und der Ausweitung der thermischen Sanierung liegen zielgerichtete Vorschläge der Wirtschaft auf dem Tisch, die budgetär aufkommensneutral sind und trotzdem viel bewirken. Zudem müssen notwendige Reformen konsequent umgesetzt werden, um wieder auf einen robusten Wachstumskurs zu gelangen: "Oberste Ziele müssen die Sicherung und der weitere Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Österreich sein", so Schneider abschließend. (FA)

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