NEOS / Matthias Strolz: Berlakovich in neuen Sphären der Intransparenz!

Landwirtschaftsminister als Lobbyist der Düngemittelindustrie auf Kosten der Bienen

Wien (OTS) - "Niemand weiß so recht, warum der österreichische Landwirtschafts- und Umweltminister sich in Brüssel als Speerspitze der Düngemittel-Lobby geoutet und gegen ein Verbot von für Bienen tödliche Pestizide agitiert und gestimmt hat", kritisiert Matthias Strolz Vorsitzender und Spitzenkandidat von NEOS - Das Neue Österreich für die Nationalratswahlen im Herbst 2013. Der ÖVP-Minister schweige dazu beredt und erwecke zusehends auch den Unmut seiner eigenen Parteifreunde. Im fehle der Blick für Zusammenhänge, heißt es - "aber vielleicht tut man ihm da unrecht. Womöglich ist er einfach nur der Diener unbekannter Herren und weiß genau, was er tut". Es sei wissenschaftlich nicht erwiesen, dass die Pestizide für das Bienensterben verantwortlich seien, glaubt Berlakovich. Dazu seien ihm entsprechende Studien und auch die Website der Europäischen Union zur Lektüre empfohlen. Kennt er sie wirklich nicht, oder streut er uns bewusst Sand in die Augen? Hier ein interessanter Link, Herr Minister zum Studium übers Wochenende:
http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/130116.htm !

Neue Sphären der Intransparenz

"Vollends lächerlich wird es, wenn sein Ressort sich auf seine Anweisung hin auf die Amtsverschwiegenheit anlässlich der Frage beruft, wie viel Neonicotinoide jedes Jahr in Österreich freigesetzt werden", kritisiert Strolz. Vereinfacht gesagt diene diese Amtsverschwiegenheit einerseits der Sicherheit unseres Gemeinwesens (militärische Geheimnisse usw.) und andererseits uns Bürgerinnen und Bürgern, "indem sicher gestellt wird, dass Vater Staat nicht alles allen weiter erzählt, was er bei der Erfüllung seiner Aufgaben über uns erfährt", erklärt Strolz. Es werde jedoch kein wie immer geartetes Schutzbedürfnis verletzt, wenn das Ministerium uns sagt, wie viel von dem Gift jährlich in die Umwelt gelangt. "Im Gegenteil:
Wir haben ein Recht darauf, es zu erfahren!"

Matthias Strolz appelliert an die Abgeordneten: "Am 15. Mai tagt der Umweltausschuss im Parlament - eine perfekte Gelegenheit für die Abgeordneten des Hohen Hauses (unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit), ins Tun zu kommen und dem Minister zu zeigen, wer in Österreich laut Verfassung die Aufgabe der Gesetzgebung wahrzunehmen hat."

Und noch ein Wort zu den Bienen: Es gehe nicht nur darum, dass die heimische Honig-Produktion auf 20% schrumpfen könnte und die Obstproduktion einbreche. Die fleißigen Insekten erfüllten in unserem Öko-System so zentrale Aufgaben, dass ihr Sterben durchaus katastrophale Auswirkungen hätte, mahnt Strolz: "Wer wird also gewinnen: Die Bienen oder Berlakovich? Stellen wir uns auf die Seite der Bienen!"

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