"Orientierung" am 5. Mai: "Bruderzwist" in Tunesien

Radikale Salafisten gegen moderate Muslime

Wien (OTS) - Günter Kaindlstorfer präsentiert im ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 5. Mai 2013, um 12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

"Bruderzwist" in Tunesien: Radikale Salafisten gegen moderate Muslime

Vor rund zwei Jahren hat er in Tunesien seinen Ausgang genommen: der sogenannte "Arabische Frühling", eine Zeit des Umbruchs in weiten Teilen der muslimischen Welt. Nach gewaltsamen öffentlichen Protesten verließ Langzeit-Diktator Ben Ali das Land. Über Jahrzehnte hinweg hatte er einen radikal-laizistischen Staat errichtet und viele Muslime aus religiösen und politischen Gründen ins Gefängnis werfen lassen. Nun ist die damals verbotene islamistische Ennahda-Partei an der Regierung. Und immer stärker scheint der Einfluss radikaler Salafisten zu werden, die eine äußerst konservative Form des Islam repräsentieren und sich selbst als Hüter eines "echten und unverfälschten Islam" betrachten. Das äußert sich u. a. auch darin, dass Salafisten-Gruppen in den vergangenen Monaten mehrfach Heiligtümer des traditionell-liberalen Islam, des mystischen Sufismus, zerstört haben. Eine Entwicklung, die viele mit wachsender Sorge beobachten. Ein Bericht von Detlef Urban.

"Lichtblicke in Afrika": Hilfe für Blinde in Burkina Faso

Burkina Faso gilt als eines der ärmsten Länder auf dem afrikanischen Kontinent: Dürrekatastrophen, Krankheiten und mangelnde medizinische Versorgung lassen an die zwei Prozent der 17 Millionen Einwohner/innen erblinden. Doch es gibt kaum Augenärztinnen und -ärzte im Land. So ist es die österreichische Hilfsorganisation "Licht für die Welt", die sich um die Heilung von grauem Star und die Ausbildung einheimischer Augenärztinnen und-ärzte bemüht. Hilfreich ist dabei eine "Kooperationsachse", die neben "Licht für die Welt" auch die katholische Kirche des Landes und die lokale Caritas umfasst. Regina Strassegger berichtet.

Von Mystik und Widerstand: Erinnerungen an die Theologin Dorothee Sölle

Auch auf dem aktuellen Evangelischen Kirchentag dieser Tage in Hamburg waren ihre politische Theologie und ihre kraftvolle Poesie präsent: Dorothee Sölle, protestantische Theologin, unbequeme Mahnerin auch in den Reihen ihrer eigenen Kirche, eine der wohl profiliertesten feministischen Theologinnen des 20. Jahrhunderts. Vor zehn Jahren, am 27. April 2003, ist Sölle im Alter von 73 Jahren gestorben. Was ist geblieben von den Ideen und Anstößen dieser Rebellin, die sich gegen den Vietnamkrieg, später dann in der Friedens- und Umweltbewegung engagierte, die zu den Mit-Initiatorinnen des sogenannten "Politischen Nachtgebets" zählt, die alte Gottesbilder demontierte und versuchte, eine neue Sprache für das Sprechen mit Gott zu finden? Antworten darauf formulieren die evangelische Pfarrerin Barbara Heyse-Schaefer und die Theologin Magdalena Schwarz. Ein Beitrag von Klaus Ther.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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