Industrie: Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtiges Zukunftsthema

IV-GS Neumayer: Vereinbarkeit von Beruf und Familie zielgerichtet fördern - Potenziale zur Entlastung des Faktors Arbeit im FLAF nutzen

Wien (OTS/PdI) - "Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein zentrales gesellschaftliches Zukunftsthema", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer heute, Freitag, zu den von Vizekanzler Michael Spindelegger, Familienminister Reinhold Mitterlehner und Finanzministerin Maria Fekter präsentierten familienpolitischen Vorschlägen. "Das System der Familienförderung muss optimiert werden, um Vereinbarkeit und Frauenbeschäftigung zu fördern und die Rahmenbedingungen für den familienfreundlichen Industriestandort Österreich zu verbessern. Diese Ziele sind ganz klar auch Ziele der Industrie", betonte Neumayer. Trotz der grundsätzlichen Zustimmung zu den Zielen des "Familienpaketes" gebe es aber auch unterschiedliche Sichtweisen auf einzelne Themen.

"Wir begrüßen den Vorschlag, das System der Familienbeihilfe überschaubarer und damit für Familien verständlicher zu machen", meinte der IV-Generalsekretär. "Die IV hat ein ähnliches Modell vorgestellt, allerdings ohne die Mehrkosten von 200 Millionen Euro." Besonders unterstützt werden die Vorschläge des Familienministers, Öffnungszeiten und Gruppengrößen bei den Kinderbetreuungseinrichtungen zu verbessern sowie neue Plätze zu schaffen. "Erst wenn es ausreichend Plätze auch für Unter-3-Jährige gibt, wird das Ziel der Wahlfreiheit wirklich Realität", so Neumayer:
"Die Industrie setzt sich seit langem dafür ein, die Qualität der Kinderbetreuung zu erhöhen und Kindergärten und Krippen verstärkt in Richtung Kinderbildungseinrichtung weiterzuentwickeln. Dafür braucht es aber auch bundeseinheitliche Rahmenbedingungen und Standards", betonte Neumayer.

Auch die Vereinfachung der Steuerleistungen für die Familien sei ein wichtiges Ziel, allerdings sollten sie, wie der von der IV vorgeschlagene "Kinderbildungsbonus", die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Österreich sei bereits heute Spitzenreiter bei den Ausgaben für Geldleistungen für Familien, die aber ihre Wirkung weitgehend verfehlen. "Statt über den Ausbau der Geld- und Steuerleistungen nachzudenken, wäre es erforderlich, die eingesetzten Mittel verstärkt in Kinderbetreuung zu investieren. Gleichzeitig soll der FLAF von familienfremden Leistungen befreit und die vorhandenen Spielräume für eine Entlastung des Faktors Arbeit genutzt werden."

"Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für die Industrie ein zentrales Zukunftsthema und auch das Hauptziel unseres 3-Säulen-Programms zur Reform der Familienförderung. Außerdem ist dies kostenneutral und sofort umsetzbar", betonte der IV-Generalsekretär.

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