Jugendparlament: SchülerInnen diskutieren über anonymisierte Benotung

Plenardebatte um 15.00 Uhr wird per Livestream übertragen

Wien (PK) - Sollen LehrerInnen Schularbeiten weiter wie bisher benoten oder wäre es gerechter, wenn die Beurteilung in anonymisierter Form durch eine Prüfungskommission erfolgt, der neben dem unterrichtenden Lehrer bzw. der unterrichtenden Lehrerin eine weitere fachkundige Lehrperson angehört? Über diese Frage diskutieren heute 82 Vorarlberger Schülerinnen und Schüler im Jugendparlament in Wien. Auf Basis eines fiktiven Gesetzentwurfs sind die Jugendlichen aus Dornbirn, Lustenau und Rankweil aufgerufen, im eigenen "Klub" zunächst eine Position zu erarbeiten und dann im Rahmen von Ausschussberatungen und im Plenum überzeugend zu argumentieren. Wie das Ergebnis ausschaut und ob überhaupt ein Kompromiss zustande kommt, kann im Internet verfolgt werden: die Plenardebatte wird in der Zeit von 15.00 Uhr bis ca. 16.00 Uhr per Livestream unter http://www.ots.at/parlamentstream übertragen.

Begrüßt wurden die Jugendlichen heute Früh von Nationalratspräsidentin Barbara Prammer. Sie bedankte sich bei den SchülerInnen für ihr großes Interesse und äußerte die Hoffnung, dass es allen viel Spaß und Freude machen wird, einmal hinter die Kulissen des Hohen Hauses zu blicken. Der Ablauf sei jedenfalls "so echt wie möglich" gestaltet, unterstrich Prammer, den Jugendlichen bleibe von der Klubgründung über Ausschussberatungen und der Suche nach Mehrheiten bis hin zur abschließenden Abstimmung im Plenum nichts erspart.

Ziel des zwei Mal jährlich stattfindenden Jugendparlaments ist es, bei jungen Menschen an der Schwelle zum Wahlalter Interesse für demokratische Entscheidungsprozesse zu wecken und ihnen ein vertieftes Verständnis für parlamentarische Abläufe zu vermitteln. Eingeladen sind jeweils drei Schulklassen aus jenem Bundesland, das gerade den Vorsitz im Bundesrat inne hat. Beim Auswahlprozess für das Jugendparlament 05/13 konnten sich die Klasse J der Polytechnischen Schule Dornbirn, die 5AB des BG Lustenau und die 1C der HLW Rankweil mit einem kreativen Beitrag zum Thema "Was bedeutet Demokratie für dich und deine KlassenkollegInnen?" durchsetzen.

Während der Beratungen über den Gesetzentwurf stehen den SchülerInnen nicht nur ParlamentsmitarbeiterInnen, sondern auch Abgeordnete mit Rat und Tat zur Seite. So unterstützen Elmar Mayer (S), Christine Marek (V) Mathias Venier (F), Harald Walser (G) und Christoph Hagen (T) die SchülerInnen mit Sachwissen und Verhandlungstipps. Als zusätzliche FachexpertInnen wurden Maximilian Ponader, Schulsprecher des BG Bludenz, Elisabeth Weiser vom Stadtschulrat Wien und Martin Ollrom, Lehrer an der HTL Spengergasse, eingeladen.

Mayer: Jugendparlament ist direkter Zugang zur Politik

Bereits gestern nahm der Vorarlberger Bundesratspräsident Edgar Mayer seine jungen Landsleute herzlich in Empfang. Er erklärte kurz die Rolle des Bundesrats im Gesetzgebungsprozess und schnitt auch Reformüberlegungen zur Stärkung der Länderkammer an. Das Jugendparlament schätze er, betonte Mayer, da es jungen Menschen einen direkten Zugang zur Politik eröffne.

Als Vorbereitung auf den heutigen Tag erfolgte außerdem eine kurze Themeneinführung. Davor hatten die Jugendlichen Gelegenheit, bei einem Rundgang durch das Hohe Haus erstmals intensiver Parlamentsluft zu schnuppern. (Schluss)

HINWEIS: Fotos vom Jugendparlament finden Sie im Fotoalbum auf www.parlament.gv.at.

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