Spindelegger: "Freie Medien sind unerlässlich für den Schutz der Menschenrechte"

Außenminister würdigt diesjährige Preisträgerin des Guillermo Cano-Preises der UNESCO für Pressefreiheit

Wien (OTS) - "Mit der erstmaligen Annahme einer Resolution zur Sicherheit von Journalisten im UNO-Menschenrechtsrat in Genf, die von Österreich initiiert wurde, haben wir gezeigt wie wichtig uns sowohl freie Medien sind, aber auch, wie wichtig uns die Sicherheit von Medienvertretern ist", so Vizekanzler und Außenminister Spindelegger anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit.

Dazu nützt Österreich unter anderem die Mitgliedschaft im UNO-Menschenrechtsrat bis 2014. "Freie Medien sind unerlässlich für den Schutz der Menschenrechte und für die Förderung von Demokratie. Immer öfter werden Journalisten Opfer von gezielten Übergriffen. Die Verantwortlichen dieser oft schweren Übergriffe werden jedoch nur in den seltensten Fällen zur Rechenschaft gezogen. Die Wahrung der Pressefreiheit fordert daher ein entschiedenes Vorgehen der Regierungen gegen die Täter", so Außenminister weiter.

Niemals zuvor gab es so viele Möglichkeiten Informationen einzuholen wie heute. "Das Wort ist mächtiger als das Schwert. Journalisten, Blogger, Bürgerjournalisten, Webaktivisten aber auch einfache Internetnutzer setzen sich mit friedlichen Mitteln für mehr Transparenz, Freiheit, Würde und Teilhabe ein und werden so zu Verteidigern der Freiheit und der Menschenrechte an vorderster Front. Bei Ausbleiben kritischer und unabhängiger Berichterstattung werden Desinformation, Propaganda und Aufhetzung die Überhand nehmen. Es ist daher die Pflicht aller - insbesondere der Regierungen - sich des fundamentalen Rechts auf Pressefreiheit durch Taten und nicht bloß durch Worte anzunehmen und an den globalen Bemühungen zum Schutz von Journalisten zu beteiligen", betonte Spindelegger.

Vizekanzler Spindelegger würdigte in diesem Zusammenhang den beispielhaften und unermüdlichen Einsatz der inhaftierten äthiopischen Journalistin Reeyot Alemu für die Freiheit der Presse. Die Journalistin ist die diesjährige Preisträgerin des Guillermo Cano-Preises der UNESCO für Pressefreiheit. Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, UNESCO, hob in ihrer Begründung den "außerordentlichen Mut, Widerstand und das Engagement für die Meinungsfreiheit" der Preisträgerin hervor. Politische und soziale Themen wie das Engagement für Frauenrechte und die Armutsbekämpfung gehörten zu den Arbeitsschwerpunkten der durch ihre kritische Berichterstattung bekannt gewordenen Preisträgerin vor ihrer Inhaftierung.

"Wir sind uns der Herausforderungen und des steinigen Wegs, der vor uns liegt, vollends bewusst. Aber wir - Regierungen und Medienvertreter - schulden diesen Einsatz allen bedrohten Journalisten weltweit, dem couragierten und ehrenhaften Vermächtnis all jener, die in Ausübung ihres Berufs ihr Leben ließen, sowie den Bürgern aller Kontinente, die ein grundlegendes Recht auf Information haben", so der Außenminister abschließend.

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