Neues Volksblatt: "Vereinbarkeit" (von Herbert Schicho)

Ausgabe vom 2. Mai 2013

Linz (OTS) - Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist mehr, als nur eine Krabbelstube für die Kleinsten einen Hortplatz für die Großen und einen Pflegeheimplatz für den Opa anzubieten. Vereinbarkeit von Familie und Beruf heißt, dass sich das Familienleben nicht grundsätzlich dem Berufsleben unterzuordnen hat. Erfolgreich arbeiten kann man nur im Einklang mit der Familie. Es muss daher im Berufsleben auf den Menschen und seine Familie Rücksicht genommen werden. Und diese Rücksicht erschöpft sich nicht darin, dass die Betreuung - egal ob der Kinder oder der pflegebedürftigen Eltern -staatlich garantiert wird.
Ja, es braucht Hilfe und Unterstützung. Aber hauptsächlich muss man den Menschen die Möglichkeit geben, Familie auch zu leben. Das braucht vor allem Zeit. Gemeinsame Zeit. Deshalb ist auch der Erhalt des arbeitsfreien Sonntag ein Stück Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Ein weiterer Schlüssel zur besseren Vereinbarkeit heißt Flexibilität:
Junge Eltern haben andere Arbeitszeitbedürfnisse, als Eltern deren Kinder flügge und außer Haus sind. Hier gilt es auch die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Teilzeit eben keine "Falle" wird.
Und drittens braucht es einen Motivationsschub und Vorbilder. Wenn Kinder mit Karriereknick assoziiert werden, ist dies kein Anreiz, sich für Kinder zu entscheiden.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVB0001