Musiol: Spindelegger soll Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht schönreden

Zu wenig Krippenplätze, zu kurze Öffnungszeiten, zu lange Schließzeiten im Sommer sind immer noch tagtägliche Probleme der Eltern

Wien (OTS) - "Anstatt am Tag der Arbeit so zu tun als wäre es um die Vereinbarkeit für Beruf und Familie bestens bestellt, sollte die ÖVP-Spitze einmal die Ländervertreter an einen Tisch bringen und Klartext reden. Denn: So lange Qualität und Angebot von frühkindlicher Bildung noch immer vom Willen der Landesfürsten und Bürgermeister abhängig ist, wird sich die schwierige Situation vieler Familien nicht verbessern. Der Kampf bei der Suche eines Krippenplatzes, zu kurze Öffnungszeiten, lange Schließzeiten in den Sommermonaten und zu viele Kinder pro PädagogIn sind tagtägliche Probleme von Eltern", reagiert Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen, auf heutige Aussagen von ÖVP-Chef Spindelegger.
Ein Kindertagesheim hat in Österreich durchschnittlich 30 Tage pro Jahr geschlossen. In den ÖVP-regierten Bundesländern Tirol und Vorarlberg sogar 44 bzw. 50 Tage. "Es reicht also nicht einmal der gesamte Urlaubsanspruch einer Arbeitnehmerin, um die Mängel in der Kinderbetreuung aufzufangen. Hierzu verstummt die ÖVP seit Jahren und bleibt handlungsunfähig", so Musiol.

Es ist höchste Zeit den elementaren Bildungsbereich in Bundeskompetenz zu überführen und neben einem massiven Ausbau auch ein besonderes Augenmerk auf die Qualität zu richten. "Wir brauchen einheitliche qualitative Mindeststandards für die Bildung und Betreuung von Anfang an. Es darf nicht sein, dass Kinder, Eltern und PädagogInnen je nach Postleitzahl andere Voraussetzungen vorfinden", so Musiol.

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