Heinisch-Hosek: Ausweitung des Betretungsverbots ist Schritt in die richtige Richtung - aber Gewaltschutz ist mehr

Für die Vermeidung von Hochrisikofällen braucht es begleitende Maßnahmen

Wien (OTS/SK) - "Die Ausweitung des Betretungsverbots auf Schulen und Kindergärten ist ein Schritt in die richtige Richtung", unterstrich Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek heute, Mittwoch, bezüglich der in Begutachtung befindlichen Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes. "Aber Gewaltschutz ist mehr. Daher ist mir wichtig, dass auch begleitende Maßnahmen umgesetzt werden." ****

Konkret soll die Präventionsarbeit durch den Ausbau der Täterarbeit intensiviert werden. Hier ist seitens des BMI die Verdreifachung der Mittel auf 30.000 Euro pro Jahr vorgesehen. "Außerdem sind Schulungen für Pädagoginnen und Pädagogen im Bereich Kindergewaltschutz geplant sowie die Ausweitung der MARAC-Konferenzen auf zwei weitere Bundesländer", sagt Heinisch-Hosek. MARAC steht für "Multi Agency Risk Assessment Conference" und beschreibt eine Methode der Gewaltprävention, die es seit 2011 in Wien gibt. Sie besteht darin, dass jene Institutionen, die mit Gewaltprävention in der Familie befasst sind (also Polizei, Justizeinrichtungen, Frauenhilfseinrichtungen, Jugendwohlfahrt, Kinderschutzeinrichtungen, Einrichtungen im Gesundheitsbereich etc.) in regelmäßigen Abständen zusammenkommen und Informationen über die Gefährdung bestimmter Personengruppen austauschen, um gemeinsam effektive Maßnahmen zum Schutz der Opfer zu entwickeln.

"Mit Betretungsverboten und Wegweisungen alleine wird man Hochrisikofälle wie den in St. Pölten kaum verhindern können. Daher sind mir die begleitenden Maßnahmen für einen nachhaltigen Schutz der Opfer sehr wichtig", sagt die Frauenministerin. (Schluss) che/eg

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