Industrie zum 1. Mai: Gemeinsamer Einsatz für Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit statt weltfremder Forderungen

IV-GS Neumayer: Arbeitszusatzkosten senken, Arbeitszeit flexibler gestalten - ÖGB-/AK-Vorstellungen belasten um 2,2 Milliarden Euro jährlich

Wien (OTS/PdI) - "Österreich braucht den gemeinsamen Einsatz für Beschäftigung und mehr Wettbewerbsfähigkeit statt weltfremder Forderungen. Es muss uns allen darum gehen, die Arbeitszusatzkosten zu senken und die Arbeitszeit flexibler zu gestalten", appellierte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, mit Blick auf den 1. Mai. Eine "vor allem angesichts der wirtschaftlichen Lage bedauerliche Themenverfehlung" seien hingegen die "populistischen Vorstellungen" von ÖGB und AK in Richtung einer weiteren Belastung des Faktors Arbeit und der Unternehmen: "Sechste Urlaubswoche, sogenannte Fachkräftemilliarde und weitere steuerliche Belastungen für Überstunden - insgesamt würden die Wünsche von ÖGB und AK die jährlichen Arbeitskosten um 2,2 Milliarden Euro erhöhen -das kostet Arbeitsplätze in Österreich. Bei den tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden müssen im Übrigen die Urlaubs- und Feiertage berücksichtigt werden. Tut man dies, liegt Österreich bestenfalls im europäischen Mittelfeld bei geleisteter Arbeitszeit. Dies muss gerade am 'Tag der Arbeit' klargestellt werden", so der IV-Generalsekretär.

Es sei prinzipiell abzulehnen, "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber auszuspielen - Erfolge schaffen wir, indem wir Österreich gemeinsam weiter bringen und nicht ständig gegeneinander arbeiten." Ein klares Nein komme daher auch zur immer wiederkehrenden Forderung der Arbeiterkammer und des ÖGB, Unternehmen und Besserverdiener stärker zu besteuern - "Österreich ist bereits ein massiv umverteilendes Höchststeuerland. 2011 leisteten Unternehmen 35,2 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben und die obersten 10 Prozent der Lohnsteuerpflichtigen tragen mit 51,2 Prozent mehr als die Hälfte des Lohnsteueraufkommens.

"Österreich verfügt mit im Kern über 22 Prozent Industrieanteil über eine gesunde industrielle Basis und steht daher im europäischen Vergleich noch sehr gut da. Wir sollten daher jetzt für die richtigen Rahmenbedingungen sorgen, damit die Unternehmen bestehende Arbeitsplätze sichern und neue schaffen können", so Neumayer. Die Industrie fordere daher einmal mehr eine Absenkung der überdurchschnittlich hohen Arbeitszusatzkosten: "Die Unternehmen wissen um die Wichtigkeit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sind, ganz besonders in der Industrie, auch bereit, dafür ordentliche Löhne zu zahlen. Dass allerdings von jedem von Unternehmen bezahlten Euro nur knapp über 50 Cent wirklich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ankommen, ist alles andere als fair und zeigt die Ineffizienz des Systems auf." Weiters sei eine Flexibilisierung der Arbeitszeitregelungen notwendig, so Neumayer: "Es braucht mehr Gestaltungsmöglichkeiten auf Betriebsebene - das ist im Interesse aller."

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