NEWS: Prominenter Gastronom kritisiert leistungsfeindliches Sozialsystem

Mario Plachutta in NEWS: "Man bekommt fürs Nicht-Arbeiten genauso viel wie fürs Arbeiten. Das ist ein Problem."

Wien (OTS) - Als leistungsfeindlich kritisiert der bekannte Wiener Gastronomie-Unternehmer Mario Plachutta das österreichische Sozialsystem in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. "Es stellt sich die Frage: Wie viel ist Arbeit wert, wenn man fürs Nicht-Arbeiten genau soviel bekommt wie fürs Arbeiten? Das ist ein Problem", so der Gastronom zu NEWS.

In der Unterstützung von Arbeitslosen spricht sich Plachutta, der in Wien fünf Restaurantbetriebe mit 300 Mitarbeitern führt, gegen das "Gießkannenprinzip" aus. "In strukturschwachen Gebieten, wo Industrien absiedeln und Menschen ihren Job verlieren, sollte es ein höheres Arbeitslosengeld geben", so der Gastronom zu NEWS. "Aber ein Mitarbeiter, der kündigt, weil er drei Monate die Wohnung ausmalt, sollte keine Unterstützung bekommen", fordert Plachutta im NEWS-Interview.

Generell kritisiert er die "Auszeitgeneration". "Es ist schick und mittlerweile auch gesellschaftlich akzeptiert. Der Staat unterstützt das finanziell. Wenn man es sich nicht leisten kann, kann man sich auch keine Auszeit nehmen. Dafür gibt es keine Rechtfertigung", so der Unternehmer in NEWS. Auch den Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmer hält der Gastronom für falsch, weil es Unternehmer davon abhalten würde, ältere Mitarbeiter einzustellen. "Jeder Schutz einer Gruppe wirkt genau gegen die Gruppe", sagt Plachutta in NEWS.

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