Wlodkowski weist unsachliche Angriffe auf Landwirtschaftsminister zurück

Bienenschutz in EU muss auf wissenschaftlicher Basis erfolgen

Wien (OTS) - "Betrachtet man die aggressiven und völlig unsachlichen Angriffe der Kanzler-partei auf den Landwirtschaftsminister, so kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier jemand unüberhörbar "Haltet den Dieb" ruft, weil er in Sachen Bienenschutz ein mehr als schlechtes Gewissen hat. Während nämlich der Landwirtschaftsminister in enger Zusammenarbeit mit den Imkern jährlich 2 Millionen Euro für den Schutz der Bienen zur Ver-fügung stellt, kommen aus dem Gesundheitsministerium nicht mehr als 70.000 Euro. Anstatt die wissenschaftlich-fachlichen Grundlagen für umfassenden Bienenschutz in Auftrag zu geben und die professionelle Bekämpfung aller Bienenkrankheiten zu veranlassen, scheint sich die Taktik der lautstarken Kritiker im Verbieten, Verhindern und Abschaffen zu erschöp-fen. Doch mit Methoden von vorgestern lassen sich die Bienen nicht wirksam schützen. Statt gegenüber der Bevölkerung die fachlich völlig falsche Illusion zu schüren, die Bienen könnte man mit Verboten von Pflanzenschutzmittel schützen, sollte man lieber endlich die Ursa-chenforschung bei den Bienenkrankheiten angehen und nicht jene permanent kritisieren, deren ganze Sorge sowohl den Bienen als auch gesunden Lebensmitteln gilt", wies Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, die fachlich völlig haltlosen Angriffe des Re-gierungspartners auf den Landwirtschaftsminister aufs schärfste zurück.

Österreichs Vorleistungen berücksichtigen
"Wir erwarten uns, dass die Entscheidung der Europäischen Kommission, die nun über ein Verbot von Neonikotinoiden befinden muss, auf wissenschaftlicher Basis erfolgt. Wir erwar-ten auch, dass diese Entscheidung auch jene Maßnahmen berücksichtigt, die Österreichs Bauern in den letzten Jahren vorbildhaft gesetzt haben. Denn es ist fachlich eindeutig nach-gewiesen, dass die von unseren Bauern getroffenen Bienenschutzmaßnahmen voll wirksam waren", verlangte Wlodkowski weiter.

"Eine zusätzliche Gefahr für Österreich verschweigen die parteipolitisch motivierten Kritiker völlig: Werden die wirksamen modernen Mittel verboten, die unsere Pflanzen vor aus Ameri-ka eingeschleppten Schädlingen schützen, so wird in unseren Nachbarländern breitflächig die Gentechnik zum Einsatz gebracht. Das wäre auch das Ende unserer einzigartigen Rolle als garantiert gentechnikfreie Region in Europa, denn weder Bienen noch Pollen machen vor Grenzen halt. Das sollten jene, die statt ihre Aufgaben zu erledigen, lieber mit den Finger auf andere zeigen, auch bedenken", so Wlodkowski abschließend.

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